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Schweizer wollen freiwillige und bezahlte Corona-Impfung

Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung will sich auf einer freiwilligen Basis gegen das Coronavirus impfen lassen können. Laut einer Comparis-Studie solle eine solche auch für alle über die Grundversicherung bezahlt werden. Weiter ist sich die Mehrheit auch einig, dass das Nichttragen einer Maske gebüsst werden solle.

17.09.2020 / 05:08 / von: szw/sda
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Gesundheitsversicherungen sollen eine allfällige Corona-Impfung übernehmen. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Gesundheitsversicherungen sollen eine allfällige Corona-Impfung übernehmen. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

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Die Hälfte der Erwachsenen in der Schweiz wünscht sich eine freiwillige, von der Grundversicherung bezahlte Impfung gegen das Coronavirus, wenn ein wirksamer Impfstoff auf den Markt kommen sollte.

Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes Comparis hervor. 49,2 Prozent der Umfrageteilnehmenden forderten danach eine Übernahme der Kosten durch die Grundversicherung für alle - nicht nur für Risikogruppen, wie bei der Grippeimpfung. Diese Haltung ist vor allem in der deutschsprachigen Schweiz verbreitet.

Ein Fünftel der unter 56-Jährigen will jedoch einen allgemeinen Impfzwang. 19,6 Prozent der 15- bis 35-Jährigen und 19,4 Prozent der 36- bis 55-Jährigen wünscht sich diesen. Der Anteil der Impfzwangbefürworter ist in der Romandie mit 23,2 Prozent in allen Altersgruppen (gegenüber 15,1 Prozent bei den Deutschschweizern) und bei Personen mit hoher Bildung besonders hoch.

Eine klare Mehrheit will zudem Bussen für das Nichteinhalten der Quarantänepflicht und die Angabe von falschen Personendaten in Restaurants oder Clubs (73,4 Prozent) sowie beim Verschweigen von Kontaktpersonen nach einem positiven Corona-Test (68,7 Prozent).

Auch das Nichteinhalten der Maskenpflicht an vorgeschriebenen Orten sollte gemäss einer Mehrzahl der Befragten (66,7 Prozent) gebüsst werden. 67,9 Prozent der Befragten möchte jedoch keine Bussen für ein Brechen der Abstandsregeln. Das gilt vor allem für die unter 35-Jährigen.

Uneinigkeit herrscht unter der Befragten bezüglich erneuter Grenzschliessungen, sollte ein ganzes Nachbarland der Schweiz auf die Liste der quarantänepflichtigen Risikoländer kommen. Hier findet die Hälfte eine temporäre Grenzschliessung für Privatpersonen sinnvoll. Die andere lehnt eine solche ab. Der Anteil der Befürworter einer Grenzschliessung ist auf dem Land (51,7 Prozent) deutlich höher als bei Stadtbewohnern (40 Prozent).

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Licorne
am 17.09.2020 um 06:41
Ich kann nicht verstehen, dass sich Leute einen Impfstoff reinspritzen wollen, der vermutlich ungenügend getestet wurde. Zumindest gibt es keine Langzeitstudien, was ich äusserst bedenklich finde. Wissen diese Leute überhaupt, was sie da von sich geben? Jemanden kriminalisieren, wegen "Nichttragen" eines Stück Stoffes? Leute die keine Maske tragen, haben ihre Gründe und sind vermutlich besorgt um ihre Gesundheit. Ich finde es unmöglich, wie sich die Leute aufspielen und es plötzlich ganz viele selbsternannte Polizisten gibt. Ist ja vermutlich jeder schon mal zu schnell gefahren, oder im Parkverbot gestanden. Da ist das "Nichttragen" einer Maske ja ein Klacks dagegen. Die Masken bringen sowieso nur hohe Fallzahlen, weil die Viren/Bakterien gesammelt in die Handtasche oder den Hosensack wandern. Ich kenn niemanden, der die Makse jedes Mal wäscht oder fortwirft. Einfach eine dumme Massnahme. Sorry