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Sexismus und Mobbing: Personalumfrage beim Geheimdienst bringt Missstände hervor

Beim Nachrichtendienst des Bundes (NDB) herrscht offenbar ein sexistisches Klima. Zudem sollen Mitarbeitende unter Mobbing leiden. Dies zeigt die Auswertung einer Personalumfrage.

29.07.2021 / 08:31 / von: asl
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Jean-Philippe Gaudin, Direktor des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB), verlässt den Geheimdienst auf Ende August. Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger steht noch nicht fest. (Archivbild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

Jean-Philippe Gaudin, Direktor des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB), verlässt den Geheimdienst auf Ende August. Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger steht noch nicht fest. (Archivbild: KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

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Nach einer Personalumfrage beim Nachrichtendienst des Bundes (NDB) zeigt sich ein dramatisches Bild des Arbeitsklimas. Missstände wie Sexismus, Mobbing und Informationspannen sollen gemäss dem Bericht an der Tagesordnung stehen. Dies berichtet der «Tages-Anzeiger». Nach der Personalumfrage bildete sich eine interne Arbeitsgruppe, welche die Ergebnisse untersuchen soll. Der Nachrichtendienst hat fast durchwegs schlechter abgeschnitten als die anderen Einheiten des Departements.

Zwei Prozent erlebten sexuelle Belästigung – zehn Prozent Mobbing

60 Prozent der Befragten gaben an, dass wichtige Entscheide im NDB nicht rechtzeitig getroffen werden würden. Erste Priorität beim Handlungsbedarf sahen die Verfasser des Berichtes auch bei den Punkten Arbeitsabläufe und Entscheidungsprozesse, Anpassungsfähigkeit und beim Wissenstransfer. Zwei Prozent haben in der Umfrage angegeben, dass sie in den 24 Monaten davor bei der Bundesverwaltung sexuell belästigt wurden. «Sexismus ist leider immer noch Teil unserer Unternehmenskultur», stellt die Arbeitsgruppe gemäss Zitat der Zeitung fest. Gar zehn Prozent gaben an, am Arbeitsplatz Mobbing erfahren zu haben.

Verlässt Geheimdienstchef darum seinen Posten? Im Mai wurde bekannt, dass Geheimdienstchef Jean-Philippe Gaudin nach nur drei Jahren seinen Posten räumen muss. Gemäss dem «Tages-Anzeiger» soll Bundesrätin und VBS-Departementschefin Viola Amherd intern den Weggang von Gaudin mit den «katastrophalen Ergebnissen» begründet haben. Konkret hat sich Amherd jedoch nicht dazu geäussert. Die Gründe bleiben nach wie vor unklar.

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