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Swisscom verlangte laut Comcom zu viel für die Netz-Mitbenützung

Die Swisscom hat zwischen 2013 und 2016 für die Mitbenützung ihres Netzes von Mitbewerbern zu hohe Preise verlangt. Zu diesem Schluss kommt die Eidgenössische Kommunikationskommission (Comcom).

12.02.2019 / 09:12 / von: sda/mco
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Die Swisscom hat laut Comcom zwischen 2013 und 2016 für die Mitbenützung ihres Netzes von Mitbewerbern zu hohe Preise verlangt. (Symbolbild: Pixabay.com/FranckinJapan)

Die Swisscom hat laut Comcom zwischen 2013 und 2016 für die Mitbenützung ihres Netzes von Mitbewerbern zu hohe Preise verlangt. (Symbolbild: Pixabay.com/FranckinJapan)

Auf Ersuchen der Konkurrenten Sunrise und Salt hat Comcom die Preise für regulierte Telekomdienste der Swisscom überprüft.

Dabei habe sich die Comcom bei der Berechnung dieser Preise nicht auf die realen Kosten, sondern auf die hypothetischen Kosten gestützt, schreibt die Kommission am Dienstag. Das sind Kosten, mit denen eine effiziente Anbieterin rechnen müsse, wenn sie heute ein neues Netz mit der neuesten verfügbaren Technologie erstellen würde. Erstmals habe man sich auf ein Kostenmodell abgestützt, das nicht mehr auf Kupfer-, sondern auf Glasfaserleitungen beruhe.

Die Swisscom selbst prüft nun, ob sie sich gegen den Comcom-Entscheid zur Wehr setzen und die strittigen Grundsatzfragen ans Bundesverwaltungsgericht weiterziehen soll, wie es in einer Mitteilung des Telekomkonzerns heisst.

Man habe derweil wegen der Risiken in den Verfahren bereits Rückstellungen für die Jahre 2013 bis 2016 gebildet. Es werde von finanziellen Auswirkungen in Höhe eines tiefen zweistelligen Millionenbetrags pro Jahr ausgegangen, präzisierte ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Der finanzielle Ausblick der Gruppe für das laufende Jahr bleibe indes unverändert.