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Bis zu 20'000 Menschen demonstrieren in Bern für den Frieden

Zwischen 10'000 und 20'000 Menschen haben am Samstag in Bern gegen den Krieg in der Ukraine demonstriert. Die bewilligte Kundgebung stand unter dem Motto «Frieden für die Ukraine und ganz Europa».

26.02.2022 / 14:50 / von: sda/yho
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«Frieden für die Ukraine und ganz Europa» lautete das Motto der bewilligten Kundgebung am Samstag in Bern. (Bild: Keystone-SDA/Christian Zingg)

«Frieden für die Ukraine und ganz Europa» lautete das Motto der bewilligten Kundgebung am Samstag in Bern. (Bild: Keystone-SDA/Christian Zingg)

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Zur Demonstration aufgerufen hatte eine breite Allianz von Bewegungen, Organisationen und Parteien. Sie schätzte die Teilnehmerzahl auf etwa 20'000, wie eine Sprecherin auf Anfrage sagte.

Der Besammlungsort auf der Schützenmatte unweit des Bahnhofs Bern füllte sich am Mittag schnell. Der Verkehr kam zeitweise zum Erliegen. Auf die Strasse gingen junge und ältere Menschen sowohl aus der Schweiz wie auch aus der Ukraine, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete.

Peace- und Ukraine-Fahnen prägten das Bild. Applaus gab es für Rednerinnen und Redner, die unter anderem «Nein zum Krieg von Putin, Nein zu allen Kriegen» ausriefen und «keinen Franken dem Aggressor» forderten. Pfiffe setzte es ab für den Bundesrat, der die EU-Sanktionen nicht vollumfänglich mittragen wolle.

«Es ist verantwortungslos, dass der Bundesrat die Milliarden in russischem Besitz nicht sofort einfriert», rief SP-Co-Präsident Cédric Wermuth aus. Scharfe Sanktionen wie den Importstopp von russischem Gas und Öl und den Ausschluss Russlands aus dem Zahlungssystem Swift forderte der Grünen-Chef Balthasar Glättli.

Schutzsuchende aufnehmen

In einem gemeinsamen Aufruf forderten die Organisatoren den Bundesrat auch auf, schon jetzt Vorkehrungen treffen, damit so rasch als möglich mindestens 10'000 Schutzsuchende aus der ukrainischen Krisenregion in der Schweiz aufgenommen werden könnten. "Empfangen wir alle Menschen, die Schutz suchen, mit offenen Armen", sagte Julia Küng, Co-Präsidentin der Jungen Grünen.

«Es ist wichtig, nicht über Geopolitik und Machtblöcke zu sprechen, sondern über die Menschen», betonte die Journalistin Anna Jikhareva. «Wir müssen ihre Perspektive ins Zentrum rücken und unser möglichstes tun, um ihnen zu helfen».

Dass sich so viele Menschen an der Kundgebung beteiligten, sei ein Anfang, sagte Jikhareva. Nach einer Schweigeminute brachen die Demonstrierenden zu einem Umzug durch die Innenstadt auf.

Kundgebungen auch anderswo

Zu Demonstrationen gegen den Krieg in der Ukraine war am Samstag auch in Genf, Bellinzona, Basel und Luzern aufgerufen worden. Bereits am vergangenen Donnerstag war es zu Spontankundgebungen in mehreren Schweizer Städten gekommen, an denen insgesamt weit über tausend Menschen teilgenommen hatten.

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Stadtangestellter Winti
am 26.02.2022 um 21:25
Können unsere linken Dräckjournalisten plötzlich wieder zählen. Bei den Coronaskeptikern hätte man wieder einige Hundert gezählt. Merkt ihr nicht das die letzte Abstimmung zum Medienpaket abgelehnt wurde wegen eurem linken Dräckjournalismus???? Gescheht euch recht.