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Trotz Klimadebatte Rekord-Passagierzahlen bei der SWISS

Obwohl die Schweizer Bevölkerung immer umweltbewusster wird, reist sie häufiger mit dem Flugzeug. 18 Millionen Passagiere hat die Swiss letztes Jahr befördert. Staatliche Massnahmen wie eine CO2-Steuer stossen bei der Fluggesellschaft auf Ablehnung.

14.03.2019 / 18:48 / von: sda/mco
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Die Swiss überrascht mit einem Rekordergebnis. (Screenshot: TELE TOP)

Die Swiss überrascht mit einem Rekordergebnis. (Screenshot: TELE TOP)

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Trotz Chaos im europäischen Luftverkehr und markant gestiegenen Benzinpreisen hat die Swiss das höchste Ergebnis ihrer Firmengeschichte eingeflogen.

«Das letzte Jahr war für uns sehr erfolgreich», sagte Swiss-Chef Thomas Klühr am Donnerstag auf der Bilanzmedienkonferenz in Kloten. «Wir haben mit einem Rekordergebnis abgeschlossen.» Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 5,3 Milliarden Franken. Der bereinigte Betriebsgewinn (EBIT) legte gar um 16 Prozent auf 636 Millionen Franken zu.

Damit hat der Umsatz zum ersten Mal die Grenze von 5 Milliarden Franken geknackt, und der Betriebsgewinn übertraf erstmals die Marke von 600 Millionen Franken. Dabei hätten alle Geschäftsbereiche zur Ergebnisverbesserung beigetragen, sagte Klühr. Das habe er selten erlebt in seiner langen Berufslaufbahn in der Airlinebranche.

Am Flughafen Genf habe die Swiss die Wende geschafft: Nach jahrelangen Verlusten erziele man hier wieder einen Millionengewinn, sagte Finanzchef Michael Niggemann. Insgesamt hat die Swiss im vergangenen Jahr mit 17,9 Millionen so viele Passagiere befördert wie noch nie. Die Auslastung der Flugzeuge wurde ebenfalls besser. Im Schnitt waren 83,4 von 100 Sitzen besetzt. Das ist ein Sitz mehr als im Vorjahr.

Um den CO2 Ausstoss zu vermindern, setzt die Swiss auf Investitionen in eine moderne Flotte. Ausserdem unterstützt die Fluggesellschaft globale Klimaschutzmassnahmen. Weil das Wachstum im Fluggeschäft vor allem in Asien stattfinde, wären nationale Klimaschutzmassnahmen wie eine CO2-Steuer nicht wirksam.

Bei Greenpeace bewertet man diese Argumentation als Ausrede. Ohne staatliche Massnahmen sei keine Reduktion der Passagierzahlen zu erreichen. In der Schweiz fliegen die Leute gemäss Greenpeace doppelt so häufig wie in den Nachbarstaaten. Um die Zivilluftfahrt klimaneutral zu betreiben, bräuchte es eine Reduktion auf unter einen Zehntel der heutigen Flugbewegungen.


TELE TOP ist der Frage nachgegangen, warum die Schweizer immer mehr fliegen, obwohl sie umweltbewusst sind: 

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