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Unia hat riesiges Vermögen

Die grösste Schweizer Gewerkschaft musste vor Bundesgericht teilweise ihre Finanzen offenlegen. Nun zeigt sich: Die Gewerkschaft sitzt auf einem riesigen Vermögen.

13.09.2021 / 06:50 / von: mma
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Die Unia hat ein geschätztes Nettovermögen von über 400 Millionen Franken. (Archivbild: KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU)

Die Unia hat ein geschätztes Nettovermögen von über 400 Millionen Franken. (Archivbild: KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU)

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Die Unia, die grösste Gewerkschaft der Schweiz, hat prall gefüllte Kassen. Dies zeigt ein neues Urteil des Bundesgerichts, berichtet der «Tages-Anzeiger».

Gemäss dem Urteil besitzt die Unia in 18 Kantonen 118 Liegenschaften. Diese hätten einen Wert von 389 Millionen Franken. Und dies sei nur der amtliche Wert, der effektive Marktwert der Immobilien liege – konservativ geschätzt – bei mindestens einer halben Milliarde Franken. Hinzu kommen Wertschriften im Wert von 115 Millionen Franken und Bankkonten im Wert von 63 Millionen Franken. Dem gegenüber stehen Schulden von 240 Millionen Franken. Das Nettovermögen der Gewerkschaft wird von der Zeitung auf weit über 400 Millionen Franken geschätzt.

Und das ist nicht das Gesamtvermögen, denn neben der Gewerkschaft gibt es noch die Unia-Stiftung, welche ebenfalls über eine grosse Zahl von Immobilien verfügt. Zur Stiftung gibt es im Urteil allerdings keine Zahlen.

Da die Unia als Verein organisiert ist, unterliegt sie keinerlei Transparenzvorschriften. Dass die Gewerkschaft die Finanzen unter Verschluss halte, habe gute Gründe, erklärt Unia-Kommunikationschef Serge Gnos gegenüber der Zeitung. Das Vermögen der Unia sei gelichzeitig auch die Streikkasse. Man habe aus strategischen Gründen kein Interesse daran, dass alle Akteure genau wissen, wie die Gewerkschaft finanziell aufgestellt sei.

Die Gewerkschaft hatte ihre Steuerrechnung von 2018 angefochten und den Fall bis zur höchsten Instanz gezogen. Die Unia warf den Steuerämtern vor, ihre Vermögenssteuer nach unterschiedlichen Methoden zu berechnen. Dies führe dazu, dass Vermögenswerte doppelt besteuert würden, was illegal sei. Das Bundesgericht gab der Gewerkschaft recht. Die Kantone müssen die Unia neu veranlagen.

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