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Viel Harmonie am Besuch des Bundesrats in Luzern

Der Bundesrat hat am Mittwoch von Luzern aus regiert. Nach seiner Sitzung in der Musikhochschule Luzern traf er sich im Verkehrshaus an einem Apéro mit den Luzerner Behörden und der Bevölkerung.

13.10.2021 / 14:10 / von: sda/mma
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In Luzern mischte sich die Landesregierung unters Volk. (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

In Luzern mischte sich die Landesregierung unters Volk. (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

Gesundheitsminister Alain Berset spricht mit der Luzerner Bevölkerung. (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

Gesundheitsminister Alain Berset spricht mit der Luzerner Bevölkerung. (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

Auch Bundesrätin Karin Keller-Sutter sowie die restlichen Bundesratsmitglieder, mit Ausnahme von Ueli Maurer, sprechen mit der Bevölkerung. (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

Auch Bundesrätin Karin Keller-Sutter sowie die restlichen Bundesratsmitglieder, mit Ausnahme von Ueli Maurer, sprechen mit der Bevölkerung. (Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER)

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Am Mittwoch tagte der Bundesrat in Luzern in der Musikhochschule. Anschliessend traf sich die Landesregierung im Verkehrshaus an einem Apéro mit den Luzerner Behörden und der Bevölkerung. 

Bundespräsident Guy Parmelin brauchte in der Halle Luftfahrt des Verkehrshauses nur wenige Sekunden, um die Herzen der anwesenden Luzernerinnen und Luzerner zu erobern. Er benutzte das in Luzern übliche «rüüdig» für «sehr», und der Damm war gebrochen.

Dieser Apéro sei ein weiteres Stück zurück in die Normalität, sagte Parmelin. Zur gleichen Zeit demonstrierten knapp hundert Gegnerinnen und Gegner der Coronapolitik vor dem Verkehrshaus. Demokratie lebe von der Auseinandersetzung, sagte Parmelin. Es müsse aber auch konstruktiv Lösungen gefunden werden.

Auch die Leisen hören

Gegenüber den Medien hatte Parmelin zuvor gesagt, der Austausch mit der Bevölkerung sei für die Regierung wegen der Pandemie noch wichtiger geworden. Die Menschen reagierten unterschiedlich auf Krisen, und die Regierung müsse auch diejenigen hören, die nicht laut seien.

Die Luzernerinnen und Luzerner scharten sich am Apéro, nachdem sie sich neben der Rede des Bundespräsidenten auch die freundlichen Worte der Luzerner Behörden angehört hatten, sofort um die sechs Bundesratsmitglieder. Ueli Maurer fehlte, weil er zur Zeit in Washington weilt. Persönliche Worte wurden ausgetauscht, Erinnerungsfotos mit Bundesrat geknipst. Zuspruch fanden die Luzerner Wurst- und Käsespezialitäten.

Warteschlange vor Apéro

Zutritt zum Verkehrshaus hatte nur, wer über ein Corona-Zertifikat verfügte. Weil aus Sicherheitsgründen nur eine beschränkte Anzahl Menschen in die Halle Luftfahrt eintreten durfte, gab es vor der Taschenkontrolle eine Warteschlange.

Die sechs Bundesratsmitglieder waren um 8.30 Uhr bei der Musikhochschule Luzern in Kriens LU eingetroffen, wo sie ihre wöchentliche Regierungssitzung abhielten. Studentinnen und Studenten empfingen sie mit einer Fanfare des amerikanischen Komponisten Erik Morales.

Zum 15. Mal nicht in Bern

Es ist das 15. Mal, dass der Bundesrat «extra muros», also ausserhalb der Mauern, seine Regierungsentscheide fällte. Das letzte Mal hatte er dies im Mai 2019 in Zürich getan. Er wollte schon letztes Jahr nach Luzern kommen, verzichtete wegen der Pandemie aber darauf. Bundesratssitzungen «extra muros» seien wichtig, denn der Landesregierung seien die Beziehungen zu den Kantonen sowie der Föderalismus wichtig, sagte Parmelin.

Parmelin sagte nach der Ankunft, es sei die Idee von Simonetta Sommaruga gewesen, in der erst im Sommer 2020 eröffneten Musikhochschule zu tagen. Sommaruga hatte sich in Luzern zur Pianistin ausgebildet. Vielleicht gebe es eine harmonische Sitzung, orakelte Parmelin.

Der Ort, den sich der Bundesrat für seine Sitzung ausgesucht hat, liegt am Rande der Stadt Luzern und bereits auf Boden der Stadt Kriens. Das Gebiet im Süden Luzerns hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt und ist mit dem Kulturzentrum Südpol, dem Probehaus des Luzerner Sinfonieorchesters und der neuen Musikhochschule auch zu einem kulturellen Zentrum geworden. Es geht in Luzern stark vorwärts, sagte Parmelin zu dieser Entwicklung.

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