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Warmer Winter könnte für Insektenplage sorgen

Der diesjährige Winter ist zu warm. Das merken auch die Insekten und werden früher aktiv als sonst. Insektenspezialist Hannes Baur erklärt, welche Folgen das verfrühte Erwachen mit sich bringt.

25.02.2020 / 05:00 / von: mle
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Sind die Temperaturen zu warm, kann die marmorierte Baumwanze zum Problem werden. (Bild: Lxne / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0))

Sind die Temperaturen zu warm, kann die marmorierte Baumwanze zum Problem werden. (Bild: Lxne / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0))

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Insekten sind wichtig für unsere Umwelt: Vom Bestäuben von Pflanzen bis hin zum Abbau von «totem Material» übernehmen sie wichtige Aufgaben im Ökosystem. Ohne sie wäre unsere Welt nicht vorstellbar, in grosser Zahl werden sie von uns allerdings oft als lästig empfunden.

Der milde Winter könne laut Hannes Baur, Insektenspezialist vom Naturhistorischen Museum Bern, dazu führen, dass es im Sommer nur so vor Insekten wimmelt. «Wenn es so weitergeht, wird es im Sommer mehr Insekten haben als sonst», erklärt Baur. Er relativiert allerdings, dass bei einem Kälteeinbruch im Frühling bei einigen Arten grössere Ausfälle feststellbar seien.

Die Temperatur hat allerdings nicht nur Auswirkungen auf die Zahl, sondern auch auf die Arten. Laut Baur führten die wärmeren Winter dazu, dass Insektenarten aus den südlichen Regionen zuwandern und heimische Arten in nördlichere Gefilde abwandern.

Dies berge laut Baur auch Gefahren. Die fremden Arten könnten zu Schädlingen werden, da sie in unseren Breitengraden beispielsweise keine Fressfeinde haben, und sich so rasant ausbreiten könnten. Als Beispiel gelte hier beispielsweise die marmorierte Baumwanze oder die Essigfliege.

Das ganze Interview mit Hannes Baur hier zum Nachhören:

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