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«Wenn es nicht langfristig angelegt ist, ist es sinnlos»

Das Parlament will dem Sexismus in der Schweiz einen Riegel schieben. Der Nationalrat hat sich am Donnerstag für eine breit angelegte Anti-Sexismus-Kampagne ausgesprochen. Doch Kampagne sei nicht gleich Kampagne, erklärt Andreas Freimüller von «Campax» gegenüber RADIO TOP.

18.06.2020 / 19:11 / von: mma/sfa
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Andreas Freimüller ist seit 30 Jahren in Kampagnen tätig. (Bild: campax.ch)

Andreas Freimüller ist seit 30 Jahren in Kampagnen tätig. (Bild: campax.ch)

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Mit einer breit angelegten Kampagne soll der Bund auf Sexismus in der Schweiz aufmerksam machen. Dieser Ansicht ist der Nationalrat und hat darum eine Motion der Grünen angenommen. Der Bund soll mit Plakaten, Kinowerbung oder Inseraten den Sexismus in der Schweiz bekämpfen.

Eine solche Kampagne sei grundsätzlich eine gute Idee, erklärt Andreas Freimüller, Leiter der Kampagnen-Organisation «Campax», gegenüber RADIO TOP. Doch fokussiert sollte sie sein. Einfach nur Botschaften auf ein Plakat zu schreiben und dann zu hoffen, dass diese Wirkung zeigen, sei der falsche Weg.

Was Kampagnen-Profi Freimüller dem Bund für Tipps gibt – im Beitrag von RADIO TOP:

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Freimüller empfiehlt dem Bund, dass er sich auf ein konkretes Thema, beispielsweise auf die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, konzentriert. Dafür könnte man etwa eine interaktive Karte erstellen, auf der Personen eintragen, wo sie belästigt wurden. Mit dieser Karte könnte der Bund ein Jahr später aufzeigen, wie viele Fälle eingetragen wurden.

Weiter unterstreicht Freimüller, dass eine Anti-Sexismus-Kampagne langfristig angelegt sein müsse - idealerweise über mehrere Jahre hinweg. Nur so könne eine Veränderung in den Köpfen herbeigeführt werden. Alles andere sei sinnlos.

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