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«Wir haben uns mehr erhofft»

Die Vertreter der Passagiere und der Bahnangestellten sind über die Ausführungen der SBB und Bombardier enttäuscht. Die Unternehmen haben angekündigt, ihren Pannenzug schnellstmöglich auf die Schiene bringen zu wollen.

11.02.2019 / 17:47 / von: sap/sda
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Die Einführung neuer Züge sei anspruchsvoll, betonen die SBB und Bombardier (Bild: SBB)

Die Einführung neuer Züge sei anspruchsvoll, betonen die SBB und Bombardier (Bild: SBB)

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SBB-Chef Andreas Meyer und Bombardier-Chef Laurent Troger mussten heute der Verkehrskommission des Nationalrats wegen des Pannen-Zugs «FV-Dosto» Rede und Antwort stehen. Danach sind die beiden Unternehmen vor die Medien getreten. Die Botschaft: Beide Unternehmen arbeiten mit Hochdruck an der Behebung der technischen Probleme mit dem Doppelstockzug FV-Dosto und setzen alles daran, dass der Zug möglichst rasch auf der Ost-West-Achse verkehren kann.

Eine Ankündigung, die bei der Präsidentin von Pro Bahn Schweiz Karin Blättler nicht gut ankommt. «Das haben wir alles schon einmal gehört», bedauert sie. Der Fahrgastverband hätte sich konkretere Massnahmen oder Informationen von den beiden Unternehmen erhofft, so Blättler. Dass die SBB zu wenig Rollmaterial haben, sei für die Passagiere unangenehm, so Blättler.

Die Reaktionen von Pro Bahn Schweiz und SEV im RADIO TOP Beitrag:

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Das merkt auch das Personal. Insbesondere die Mitarbeiter auf den wenigen im Einsatz stehenden «FV-Dostos» werden von den Passagieren mit Reklamationen eingedeckt, weil die Züge nicht richtig funktionieren. Deshalb hat auch der Präsident der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) Giorgio Tuti mehr erwartet von der Aussprache. «Jetzt müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden», fordert Tuti. Er will deshalb den Druck für die Lösungssuche intern bei den SBB erhöhen. Auch Karin Blättler von Pro Bahn will den Druck erhöhen: das Problem müsse ein Thema in der Öffentlichkeit bleiben.

Die Einführung neuer Züge sei anspruchsvoll, betonen die SBB und Bombardier. Das Ausmass der notwendigen Optimierungsschritte sei jedoch für beide Parteien unerwartet gewesen. Ursache der meisten Störungen und Ausfälle sind Probleme mit den Türen, der Software und Leittechnik, dem Antrieb sowie der Kompressorleistung.

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