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Zahl der Reichen geht zurück – global sowie schweizweit

Die Zahl der Reichen geht sowohl global, als auch schweizweit zurück. Viele Reiche rund um den Globus haben letztes Jahr den Einbruch der Aktienmärkte zu spüren bekommen.

01.06.2023 / 14:36 / von: kgr/sda
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Zahl der Reichen geht sowohl global als auch schweizweit zurück (Symbolbild: Pixabay/Steve Buissinne)

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Die Zahl der Menschen weltweit, die über ein anlagefähiges Vermögen von mindestens einer Million US-Dollar verfügen, verringerte sich binnen Jahresfrist um 3,3 Prozent auf 21,7 Millionen.

Der Gesamtwert der Vermögen dieser Privatpersonen (High Net Worth Individuals - HNWI) schrumpfte Daten des Beratungsunternehmens Capgemini zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent auf 83 Billionen Dollar. Dies sei in beiden Kategorien der stärkste Rückgang seit mehr als zehn Jahren, ordnete Capgemini ein. «Ursache waren die geopolitischen wie auch makroökonomischen Unsicherheiten.»

Beinahe halbe Million Millionäre in der Schweiz

In der Schweiz sank 2022 das Gesamtvermögen der HNWI um gut 3 Prozent auf etwas über 1,4 Billionen US-Dollar, nachdem es 2021 noch zugenommen hatte. Dieses Vermögen verteilte sich auf 468'100 Personen, womit die Anzahl der HNWI hierzulande um etwas mehr als 2 Prozent schrumpfte.

In Europa insgesamt reduzierten sich die Vermögen der Dollar-Millionäre in ähnlichem Umfang wie in der Schweiz, den stärksten Vermögensrückgang verzeichnete die Region Nordamerika mit minus 7,4 Prozent.

Capgemini berücksichtigt in seinem seit 1997 jährlich erstellten «World Wealth Report» Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, alternative Investments wie privates Beteiligungskapital, Bargeld sowie Immobilien, sofern diese nicht selbst genutzt werden. Sammlungen oder Gebrauchsgüter werden nicht eingerechnet.

Andere Analysen bestätigen den von Capgemini aufgezeigten Trend: Der Versicherer Allianz, der jährlich eine Studie zur Entwicklung der globalen Geldvermögen vorlegt, prognostizierte bereits im Oktober für 2022 die Trendwende: Für 2022 sei wegen der Folgen des Ukraine-Kriegs inklusive hoher Inflation und Verschärfung der Geldpolitik mit einem Rückgang des globalen Geldvermögens um mehr als zwei Prozent zu rechnen - der erste nennenswerte Vermögensverlust seit der Finanzkrise 2008.

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