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Auch Heim-WM im Radrennen muss abgesagt werden

Weil das Verbot für Grossveranstaltungen erst auf den 1. Oktober gelockert wird, findet die Strassen-Rad-WM in Aigle/Martigny nicht statt. Die Organisatoren sagten die Titelkämpfe ab. Damit wird der Thurgauer Zeitfahrspezialist Stefan Küng die Chance auf Gold an der Heim-WM genommen.

12.08.2020 / 17:12 / von: das/sda
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Stefan Küng wird an der Heim-WM im Wallis seine Bronzemedaille im Strassenrennen nicht verteidigen können. (Bild: KEYSTONE/AP/MANU FERNANDEZ)

Stefan Küng wird an der Heim-WM im Wallis seine Bronzemedaille im Strassenrennen nicht verteidigen können. (Bild: KEYSTONE/AP/MANU FERNANDEZ)

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Die Organisatoren hatten bereits im Vorfeld der Bundesrats-Sitzung angekündigt, dass die Rahmenbedingungen für die WM nur bei «wesentlichen Lockerungen» der aktuell geltenden Massnahmen gegen die Eindämmung des Coronavirus gegeben seien. So kam die Absage nicht mehr überraschend.

Nach der Eishockey-WM in Zürich und Lausanne findet nun wegen der Corona-Pandemie auch der zweite sportliche Grossanlass, der in diesem Jahr in der Schweiz angesetzt war, nicht statt. Die Absage der WM fügt sich nahtlos in die lange Liste der annullierten oder verschobenen Anlässe ein.

Den Ausschlag zu dem Entscheid gab nicht nur Veranstaltungsverbot, sondern auch die weltweit geltenden Reisebeschränkungen. Erst in der Nacht auf Mittwoch hatte zum Beispiel der australische Radverband angekündigt, keine Fahrer ausser den bereits in Europa weilenden Profis zur WM in die Schweiz zu schicken.

Der Rad-Weltverband will die WM, die vom 20. bis 27. September angesetzt ist, noch nicht aufgeben. Der UCI zufolge sollen die Titelkämpfe nun an denselben Daten an einem anderen Ort stattfinden. Ein Entscheid soll bis spätestens am 1. September fallen. Eine Terminverschiebung ist nicht möglich, obschon der Beginn zeitgleich auf den letzten Tag der Tour de France fällt

Aigle/Martigny wäre die erste Strassen-WM der Radprofis in der Schweiz seit Mendrisio 2009 und der Höhepunkt im diesjährigen Kalender gewesen. Entsprechend gross ist die Enttäuschung bei den Verantwortlichen. «Eine Heim-WM absagen zu müssen, ist höchst bedauerlich - allein schon, wenn ich an unsere Athletinnen und Athleten denke, die um die Chance gebracht werden, sich vor Heimpublikum zu präsentieren und womöglich eine Medaille zu gewinnen», liess sich Patrick Hunger, der Präsident von Swiss Cycling, in einer Mitteilung zitieren.

Damit müssen sich die Schweizer Radsport-Fans vier Jahre gedulden, bis sie die besten Radprofis der Welt an einer WM in der Schweiz anfeuern können. Denn für 2024 ist die Strassen-WM ein weiteres Mal in der Schweiz angesetzt, und zwar in Zürich.

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