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England lässt sich von Schottland bremsen

England erreicht im Derby der EM-Gruppe D in London gegen Schottland nur ein 0:0. Die Engländer hatten die meiste Zeit grosse Mühe, den weniger renommierten Gegner zu dominieren.

18.06.2021 / 23:06 / von: cgr/sda
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Unzufriedene Engländer: Raheem Sterling diskutiert mit Referee Antonio Mateu Lahoz. (Bild: KEYSTONE/AP/Frank Augstein)

Unzufriedene Engländer: Raheem Sterling diskutiert mit Referee Antonio Mateu Lahoz. (Bild: KEYSTONE/AP/Frank Augstein)

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Es sah nach der Pause für einige Minuten so aus, als hätte der Favorit den Dietrich zum Knacken der schottischen Abwehr gefunden. Während zehn Minuten kam die schottische Fünferkette unter dem Druck des Teams von Gareth Southgate kaum zum Durchatmen: Phil Foden, Mason Mount, Raheem Sterling und Harry Kane liessen ihre Klasse endlich doch aufblitzen. Sie taten es aber nur kurz, und entscheidender, zu wenig lang um den gut eingestellten «Bravehearts» tatsächlichen Schaden zuzufügen. Und so freute sich der grosse Aussenseiter nach Spielschluss über Dreierlei: den ersten Punkt an dieser EM, einen Punkt gegen den Erzrivalen und das Verhindern dessen vorzeitiger Achtelfinal-Qualifikation.

Die hochkarätig besetzte Offensive der «Three Lions» tat sich gegen die frechen und hart kämpfenden Schotten sichtlich schwer. Captain Kane, Topskorer der WM 2018 in Russland, kam bis zur Pause zu keiner nennenswerten Aktion. Zu oft war der 27-jährige Angreifer in der vielbeinigen schottischen Abwehr isoliert, weil sich die Aussenangreifer Sterling und Foden zwecks Spielaufbau bis an den Anspielkreis zurückzogen. So hielt England zwar oft den Ball in den eigenen Reihen, Gefahr versprach das Ballhalten aber fast nie.

Die beste Möglichkeit für den Gastgeber vor der Pause in der elften Minute entsprang nicht zufällig einem Standard, den Innenverteidiger John Stones aus fünf Metern freistehend an den Pfosten setzte. Schottland seinerseits verstand es, in seinen wenigen Umschaltmomenten für Überzahlen zu sorgen. Diesbezüglich stellten sich die von Steve Clarke in die Startformation beorderten Kieran Tierney und Billy Gilmour als wichtige Triebfedern.

Der nominelle Verteidiger Tierney sorgte mit Vorstössen immer wieder für Überraschungsmomente. Einem solchen «Rush» ging die beste Chance der Schotten durch Stephen O'Donnell nach einer halben Stunde voraus, sie erst der stark reagierende Jordan Pickford vereitelte.

Die Schotten verdienten sich den Punkt durch Lauf- und Kampffreude, so sahen es womöglich auch die Unparteiischen, als sie Sterling zehn Minuten vor Schluss einen Foulpenalty verwehrten. Der 26-jährige Angreifer von Manchester City war im Strafraum von Captain Andrew Robertson zumindest touchiert worden, weder Schiedsrichter Lahoz noch der VAR sahen darin jedoch ein zu ahndendes Vergehen. Und so endete die Mutter aller Fussballspiele wie das erste zwischen den beiden Nationen vor bald 150 Jahren torlos.

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