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FC St.Gallen kann nach zehn Niederlagen in Serie den FC Luzern schlagen

Zehnmal in Folge hat St.Gallen ein Meisterschaftsspiel gegen Luzern verloren. Beim elften Mal hoben die Ostschweizer den Fluch auf eindrückliche Art auf: Sie siegten in Luzern 4:1.

01.12.2019 / 18:07 / von: sda/vme/pwa
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Der FC St.Gallen gewinnt gegen Luzern und rückt damit nahe an Tabellenführer YB heran. (Screenshot: SRF)

Der FC St.Gallen gewinnt gegen Luzern und rückt damit nahe an Tabellenführer YB heran. (Screenshot: SRF)

YB ist zwar noch immer Tabellen-Leader, aber Basel kommt auf einen und St.Gallen auf zwei Punkte heran. (Screenshot: srf)

YB ist zwar noch immer Tabellen-Leader, aber Basel kommt auf einen und St.Gallen auf zwei Punkte heran. (Screenshot: srf)

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Der Match gehorchte nicht der Statistik der letzten zweieinhalb Jahre, sondern bildete die aktuelle Form und die aktuelle Verfassung der Mannschaften ab.

Hier der FC Luzern, der nunmehr fünf Super-League-Partien in Serie verloren hat und dessen Trainer Thomas Häberli in den nächsten Wochen möglicherweise um seine Anstellung wird bangen müssen. Aus der Sicht der Innerschweizer fiel das Ergebnis, zu dem drei verwertete Penaltys beitrugen, deutlich zu hoch aus. Vor dem 0:1 beging Verteidiger Lazar Cirkovic ein ebenso klares wie dummes und unnötiges Foul, das zum ersten Penaltytor führte. Nach dem 1:2-Rückstand liessen sich die Luzerner nicht abschütteln. Vor dem 1:3, das ebenfalls der sichere Penaltyschütze Jordi Quintilla erzielte, hatte Pascal Schürpf mit einem Pfostenschuss Pech. Es war ein Match, der gegen eine Mannschaft läuft, der es sowieso schon schlecht läuft.

Dort der Jungbrunnen FC St.Gallen, der wie meistens seit vielen Wochen die Spiellust sprudeln liess. Obwohl über weite Strecken der Partie nicht überlegen, machten die St.Galler immer den Eindruck, als würden sie an die drei Punkte glauben. Sie haben verschiedene Spieler in ihren Reihen, die in einer hervorragenden Form sind, nicht nur der Schlüsselspieler Quintilla.

In der ersten Halbzeit war die Stimmung gereizt. Es wurde hart gespielt und allenthalben provoziert, gepöbelt und gerempelt. Auch die sechs vor der Pause ausgesprochenen Verwarnungen zeugten davon. Die zweite Hälfte immerhin verlief gesittet.

Der FC Basel siegt

Der Erfolg des FC Basel ging auch in der Höhe in Ordnung. Es waren die Basler, die auftraten wie der Meisterschaftsfavorit und nicht wie der Herausforderer. Sie erdrückten die Young Boys in der Startphase mit Härte in den Zweikämpfen und hohem Pressing und führten dank der Tore von Arthur Cabral und Omar Alderete schon nach 13 Minuten 2:0. Sie kontrollierten danach die Partie bis zur Pause weitgehend problemlos, erhöhten das Tempo in den ersten Minuten der zweiten Hälfte nochmals und führten mit dem 3:0 durch Edon Zhegrova schon in der 48. Minute die Entscheidung herbei.

Es war von A bis Z ein starker und dominanter Auftritt der Basler. Das hatte man so nicht erwarten können, nachdem sie in den letzten vier Runden nur einmal gewonnen hatten. Aus dem guten Ensemble, das die Absenz der gesperrten Valentin Stocker und Mittelstürmer Kemal Ademi (beide gesperrt) scheinbar problemlos kompensierte, ragte Zhegrova heraus. Der Internationale des Kosovo, der erst zum zweiten Mal in dieser Saison in der Startformation stand, leistete mit feinem Dribbling die Vorarbeit zum frühen Führungstor und schoss den dritten Treffer mit einem Alleingang selbst.

Für die Young Boys war die Partie ein weiterer Beweis, dass sie mit dieser Defensive Mühe haben werden, den Titel zu verteidigen. Sie kassierten im vierten Super-League-Spiel in Folge drei Gegentore. Für einmal enttäuschte aber auch die Offensive. Topskorer Jean-Pierre Nsame kam nur zu einem nennenswerten Abschluss, Captain Guillaume Hoarau, erstmals seit etwas mehr als zwei Monaten von Beginn weg dabei, war in diesem Spitzenspiel kein Faktor.

Lugano kann sich durchsetzen

Der FC Lugano kann im Cornaredo doch noch gewinnen. Die Tessiner besiegten Servette glückhaft 1:0. Der Brasilianer Junior Carlinhos erzielte in der 49. Minute den einzigen Treffer.

Carlinhos' Tor war das Highlight in einer Partie, die höheren Ansprüchen nicht genügen konnte, weil tiefes Terrain und Pfützen auf dem Rasen ein flüssiges Spiel verhinderten. Der Angriff, der zum Tor des Tages führte, blieb einer der wenigen flüssigen Szenen im Spiel. Nach einem Einwurf schickte Balint Vecsei seinen Flügel Marco Aratore in die Tiefe, dessen scharfe, flache Hereingabe verwertete Carlinhos aus kurzer Distanz.

Dank dieses Goals früh in der zweiten Halbzeit wurde die Partie besser. Servette riskierte mehr und intensivierte seine Angriffsbemühungen, derweil Lugano mehr Raum für Gegenstösse fand. Carlinhos traf in der 63. Minute die Latte. Und in den letzten Sekunden der Nachspielzeit verpasste der Servettien Miroslav Stevanovic mit einem Lattenschuss den Ausgleich.

Lugano kam so im achten Anlauf - und die sieglosen Heimspiele in der Europa League sind nicht mitgezählt - endlich zum ersten Heimsieg. Zuvor hatte es den Tessinern nur zu vier Unentschieden gereicht. Gegen Servette, das in den letzten Runden die Young Boys (3:0), Luzern (2:1) und Basel (2:0) besiegt hatte, stand Lugano diesmal das Glück zur Seite, das zuvor im Cornaredo stets gefehlt hatte.

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