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FC Vaduz verpasst ersten Sieg seit Wiederaufstieg

Der FC Vaduz verpasst die Chance auf den ersten Sieg seit dem Wiederaufstieg in die Super League. Vaduz und der FC Lugano trennten sich heute Abend mit einem 1:1 unentschieden. Auch das Spiel zwischen Servette und den Young Boys endete mit einem Unentschieden - und zwar von 0:0.

17.10.2020 / 22:53 / von: vsa/sda
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Die Liechtensteiner spielten am Samstagabend gegen den FC Lugano, der seit Anfang Juli unbesiegt ist. (Bild: keystone/Christian Merz)

Die Liechtensteiner spielten am Samstagabend gegen den FC Lugano, der seit Anfang Juli unbesiegt ist. (Bild: keystone/Christian Merz)

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FC Vaduz - FC Lugano

Im vierten Meisterschaftsspiel nach dem Aufstieg hat der FC Vaduz den ersten Sieg um etwa drei Minuten verpasst. Die Liechtensteiner spielten daheim gegen den seit Anfang Juli unbesiegten FC Lugano 1:1.

In der 92. Minute lenkte der kurz zuvor eingewechselte, von Neuchâtel Xamax gekommene lettische Innenverteidiger Marcis Oss ein Zuspiel von Adrian Guerrero auf brillante Weise so ab, dass der Vaduzer Goalie Benjamin Büchel mit einer Bogenlampe bezwingen wurde. Drei Minuten später war der Schlusspfiff zu hören. Der Mannschaft von Trainer Mario Frick fehlte also wenigstens zeitlich wenig zum ersten Sieg. Gemessen an der Leistung fehlte ihnen etwas mehr, denn die Tessiner waren in beiden Halbzeiten überlegen.

Nach dem schweren Startprogramm mit den Spielen in Basel (2:2), gegen St. Gallen (0:1) und bei YB (0:1) konnte man von den Vaduzern erwarten, dass sie erstmals etwas offensiver spielen und den Heimvorteil für eine Dominanz nutzen würden. In der ersten Halbzeit setzte die Mannschaft von Trainer Mario Frick den Gegner wenigstens teilweise unter Druck. Aber zu den besten Chancen kamen die Luganesi, so mit einem satten Vollrist-Schuss von Sandi Lovric an die Latte.

Dass sie trotz des Mangels an guten Möglichkeiten mit einer 1:0-Führung in die Pause gehen konnten, verdankten die Liechtensteiner einem sehr fragwürdigen Foulpenalty-Entscheid von Schiedsrichter Adrien Jaccottet. Tunahan Cicek nutzte die gute Gelegenheit.

Luganos Zeit der Ungeschlagenheit geht weiter. Die Tessiner haben keines der letzten zwölf Meisterschaftsspiele seit dem 5. Juli verloren. Dennoch haben sie in dieser Zeit mit acht Unentschieden (bei vier Siegen) 16 Punkte abgegeben.

Servette - Young Boys

Die Young Boys kamen im Auswärtsspiel gegen Servette nicht über ein 0:0 hinaus und schossen im vierten Spiel in dieser Saison schon zum zweiten Mal kein Tor. Dabei konnte der Meister zwischen der 39. und 66. Minute während fast einer halben Stunde in Überzahl agieren.

In der letzten Saison bissen sich die Young Boys an Servette die Zähne aus. Nur eines von vier Spielen gegen den Aufsteiger konnte gewonnen werden. Am Samstag war YB gegen Servette die klar bessere Mannschaft, schaffte es aber nicht, die Dominanz auf dem Scoreboard zum Ausdruck zu bringen. Die Berner scheiterten oft an Servettes Keeper Jérémy Frick - oder am Pfosten, wie der eingewechselte Nicolas Bürgy mit seinem Kopfball drei Minuten vor dem Ende.

Trotz der Nullnummer zeigte YB fünf Tage vor dem Auftakt in der Europa League gegen die AS Roma ein gefälliges Spiel. Obwohl mit Michel Aebischer, Christopher Martins und Gianluca Gaudino drei Mittelfeldspieler fehlten, hatte YB das Geschehen jederzeit im Griff. Das lag auch am 18-jährigen Fabian Rieder, der ein bemerkenswertes Debüt in der Super League zeigte.

Den Bernern kam ausserdem zupass, dass sie nach dem Platzverweis gegen Servettes Debütanten Boubacar Fofana (39.) längere Zeit in Überzahl spielen konnten. Weil in der 66. Minute auch der Berner Vincent Sierro die Gelb-Rote Karte sah, nahm der Druck des Meisters in der letzten halben Stunde etwas ab - die aktivere Mannschaft blieb YB dennoch.

Für Servette war das Spiel gegen den Meister trotz des Punktgewinns ein weiteres Dokument, wonach die Mannschaft seit einige Monaten etwas vom Weg abgekommen scheint. Die Resultate sind schon seit geraumer Zeit nicht mehr so gut; das Spiel gegen YB war das 17. seit dem Lockdown. Davon hat Servette nur drei gewonnen. Gegen die Berner stimmte auch die Leistung nicht - vor allem im Spiel nach vorne, wo die Absenz von Miroslav Stevanovic und Alex Schalk deutlich zu spüren war. Und so hat Servette in dieser Saison in vier Spielen nur zwei Tore erzielt, beide mittels Penalty.

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