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Mathieu van der Poel macht seine Landsleute glücklich

Als erster Einheimischer seit 2001 gewinnt der Niederländer Mathieu van der Poel das zur World Tour zählende Amstel Gold Race.

21.04.2019 / 17:35 / von: sda
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Nach 265,7 km siegte Van der Poel im Spurt einer kleinen Spitzengruppe vor dem Australier Simon Clarke und dem Dänen Jakob Fuglsang.

Van der Poel galt als einer der Favoriten, nachdem er in diesem Frühjahr schon einige starke Rennen gefahren war und am letzten Mittwoch mit dem Pfeil von Brabant auch die Hauptprobe auf die 54. Austragung des Amstel Gold Race gewonnen hatte. Doch wie dann der erst 24-Jährige, ein Enkel der französischen Radsport-Legende Raymond Poulidor, den Sieg einfuhr, war absolut ungewöhnlich.

An der Spitze schien die Entscheidung in einem Duell zwischen dem Franzosen Julian Alaphilippe und Fuglsang zu fallen. Dieses Duo hatte sich 36 km vor dem vom Rest abgesetzt. Zwei Kilometer vor dem Ziel lagen die beiden noch immer deutlich voraus, doch dann pokerten sie zu hoch, indem sie sich auf einen Zweiersprint konzentrierten, den es letztlich gar nicht gab. Denn von hinten rauschten die scheinbar geschlagenen Verfolger heran, angeführt von Van der Poel, der schliesslich auch noch die Kraft hatte, den Sprint zu gewinnen.

Von den vier gestarteten Schweizern schaffte es keiner auf einen Spitzenplatz. Mit dem Luzerner Michael Schär befand sich aber einer fast den ganzen Tag an der Spitze des Rennens. Der Innerschweizer, der gewöhnlich als Helfer seinem belgischen Team-Captain Greg van Avermaet nicht von der Seite weicht, befand sich in einer elfköpfigen Spitzengruppe, die sich rund 200 km lang vorne hielt. 38 km vor dem Ziel, kurz bevor die vermeintlich entscheidende Attacke von Alaphilippe und Fuglsang erfolgte, wurden die Flüchtlinge wieder gestellt.