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Mildere Strafe für 31-jährigen Sexting-Täter

Das Zürcher Obergericht mildert die Strafe gegen einen 31-Jährigen im Zusammenhang mit Sexting ab. Es hat gegen den Mann eine Freiheitsstrafe von 28 Monaten verhängt. In erster Instanz war er zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt worden.

16.09.2019 / 14:15 / von: mco/sda
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Das Zürcher Obergericht hat die Strafe um mehr als ein Jahr abgemildert. (Bild: gerichte-zh.ch)

Das Zürcher Obergericht hat die Strafe um mehr als ein Jahr abgemildert. (Bild: gerichte-zh.ch)

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Das Bezirksgericht Uster hatte im November 2018 einen heute 31-jährigen Mann in erster Instanz wegen sexueller Nötigung und sexuellen Handlungen mit einer 14-Jährigen zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 42 Monaten verurteilt. 

Dieses Urteil wurde jetzt vom Zürcher Obergericht um mehr als ein Jahr abgemildert. Das Zürcher Obergericht verurteilt den Sexting-Täter zu einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten.

Der Beschuldigte hatte Anfang September 2016 als 28-Jähriger das vierzehn Jahre jüngere Mädchen über einen Internet-Chat kennengelernt. Im Verlaufe der Zeit schickte er ihr insgesamt 27 Nacktbilder von sich, sie liess ihm auf seinen Wunsch und sein Drängen hin elf Bilder zukommen.

Diese Bilder veröffentlichte er entgegen ihrem Willen mit einer Ausnahme auf einem Porno-Portal - und löschte sie trotz ihrem Bitten nicht. Später drohte er gar, die Bilder ihren Eltern und Freunden zu senden, wenn sie ihm keine Nacktaufnahmen mehr schicke oder die Freundschaft abbreche. 

Das Mädchen hatte bereits vor der Bekanntschaft psychische Probleme und hat sich drei Monate nach dem letzten Kontakt das Leben genommen. 

Keine rechtliche Verbindung zum Tod des Mädchens
Bereits das Bezirksgericht Uster war im November 2018 zum Schluss gekommen, dass es keinen Kausalzusammenhang zwischen den Handlungen des Beschuldigten und dem Tod des Mädchens gebe. Es verhängte damals eine unbedingte Freiheitsstrafe von 42 Monaten, aufgeschoben zugunsten einer Therapie.

Inhaltlich war das Obergericht am Montag gleicher Meinung. Der Tod der Finnin könne rechtlich nicht mit den Handlungen des Beschuldigten verbunden werden, obwohl es wahrscheinlich einen Zusammenhang gebe.

Das Obergericht gelangte aber trotz inhaltlicher Einigkeit zur Ansicht, dass die in Uster verhängten 42 Monate Freiheitsstrafe zu viel waren. Das Obergericht senkte die Strafe deshalb auf noch 28 Monate unbedingter Freiheitsstrafe.

Ins Gefängnis muss der einschlägig vorbestrafte Mann auch mit diesem Urteil nicht. Die Strafe wird erneut zugunsten einer ambulanten Behandlung aufgeschoben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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