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Politiker im Zwiespalt bei einer Volksinitiative gegen Fussballchaoten

Die Schweizer Fussballclubs denken laut über eine Volksinitiative gegen Fussballchaoten nach. Die Reaktion in der Politik fällt unterschiedlich aus.

21.05.2019 / 11:58 / von: pwa
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Die Spielabbrüche wie hier das Spiel GC gegen Sion haben bei den Clubbossen das Fass zum Überlaufen gebracht. (Screenshot: srf)

Die Spielabbrüche wie hier das Spiel GC gegen Sion haben bei den Clubbossen das Fass zum Überlaufen gebracht. (Screenshot: srf)

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In dieser Saison mussten gleich zwei Spiele von Absteiger GC abgebrochen werden. Einmal gegen den FC Luzern, weil die Chaoten drohten, das Spielfeld zu stürmen. Bereits zuvor musste ein Spiel gegen den FC Sion abgebrochen werden. Die Clubbosse, allen voran Christian Constantin, fordern nun eine Volksinitiative gegen Fussballchaoten. Der Inhalt einer allfälligen Volksinitiative ist noch unklar. 

Politiker von Links und Rechts nehmen Stellung zur angedachten Volksinitiative:

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Trotzdem stösst die Idee einer Volksinitiative gegen Fussballchaoten beim St.Galler FDP-Nationalrat Marcel Dobler auf offene Ohren. Eine Verschärfung der Gesetzgebung sei im Parlament stets gescheitert. Eine Volksinitiative wäre da eine sinnvolle Möglichkeit, um zum Beispiel Mindeststrafen für Hooligans einzuführen, sagt er.

Auf der anderen Seite des politischen Spektrums sorgt der Vorschlag für Unverständnis. Für Balthasar Glättli, Zürcher Nationalrat der Grünen, ist die Ankündigung einer Volksinitiative nur die «Simulation von Aktivität». Die Gesetze würden ausreichen, ist er überzeugt. Die Fussballclubs versuchen, die Verantwortung für die Chaoten an die Politik abzutreten, sagt er weiter.

Von Seiten der Swiss Football League heisst es auf Anfrage von RADIO TOP, man habe Kenntnis von der Idee einer Volksinitiative. Sie werde als Möglichkeit geprüft. 

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