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Zenhäusern Vierter beim Johannes-Strolz-Märchen

Ramon Zenhäusern ist im Weltcup-Slalom in Adelboden als Vierter der Beste eines starken Schweizer Teams. Der Österreicher Johannes Strolz schreibt mit seinem Sieg ein Ski-Märchen.

09.01.2022 / 15:00 / von: jgu/sda
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Luca Aerni liegt nur einen Hauch hinter der Spitze zurück. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Luca Aerni liegt nur einen Hauch hinter der Spitze zurück. (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

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Zenhäusern verpasste das Podest um 19 Hundertstel. Der Walliser knüpfte dort an, wo er schon im abgebrochenen ersten Lauf drei Tage zuvor im Slalom in Zagreb nach zwei enttäuschenden Ergebnissen und nach überstandenen Schulter- und Rückenproblemen angesetzt hatte.

Unmittelbar hinter Zenhäusern reihten sich in der Schlussrangliste seine Teamkollegen Luca Aerni und Loïc Meillard ein. Daniel Yule wurde Achter, Tanguy Nef Dreizehnter. Es ist eine Bilanz, die einer ganz starken Reaktion der Equipe von Trainer Matteo Joris nach dem mässigen Abschneiden in den ersten zwei Slaloms des Winters gleichkommt.

Die sportliche Bilanz hatte auch bei Johannes Strolz nicht mehr gestimmt. Wegen ausbleibender Ergebnisse wurde der 29-jährige Vorarlberger am Ende der letzten Saison aus den ÖSV-Kadern verbannt. Sein zuvor bestes Resultat im Weltcup war der 10. Rang im Slalom vor zwei Jahren in Madonna di Campiglio gewesen.

Strolz war deshalb gezwungen, die gesamte Vorbereitung auf den Olympia-Winter auf eigene Kosten zu bestreiten. Eines hatte er trotz der unzähligen Rückschläge nie verloren - den Glauben an sich selber. Nun wurde Strolz für seinen Durchhaltewillen über Erwarten fürstlich belohnt.

In Adelboden legte Strolz die Basis zu seinem Coup im ersten Lauf, in dem er mit der Startnummer 38 in den 7. Rang vorfuhr. In einem Durchgang der minimen Abstände hatte er lediglich 17 Hundertstel Rückstand auf seine zeitgleich führenden Landsleute Manuel Feller und Fabio Gstrein eingebüsst.

Strolz packte die Chance beim Schopf, brachte auch den zweiten Lauf ohne gröbere Patzer hinter sich und legte eine Zeit vor, an der alle seine folgenden Konkurrenten scheiterten. Er siegte mit 17 Hundertsteln Vorsprung vor dem Tiroler Manuel Feller. Dritter wurde der Deutsche Linus Strasser, der schon im Vorjahr in Adelboden als Zweiter überzeugt hatte.

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