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Stadien dürfen nur zu zwei Drittel besetzt werden

Im Fussball und im Eishockey dürfen die Stadien ab dem 1. Oktober wieder zu zwei Drittel besetzt werden. Der Bundesrat gab am Mittwoch die Richtlinien bekannt.

02.09.2020 / 20:04 / von: sda/asl
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Stadien in der Super League werden ab dem 1. Oktober bald wieder besser gefüllt sein. (Symbolbild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE)

Stadien in der Super League werden ab dem 1. Oktober bald wieder besser gefüllt sein.(Symbolbild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE)

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Weil die Meisterschaftsspiele im Profi-Eishockey und -Fussball schweizweit einheitlich beurteilt und bewilligt werden sollen, fallen die Vorgaben detaillierter aus als für andere Grossanlässe. In den Stadien sind nur personalisierte Sitzplätze erlaubt und es gilt Maskenpflicht. Insgesamt dürfen zwei Drittel der Plätze belegt werden - sowohl im Freien als auch in der Halle, oder anders ausgedrückt, sowohl im Fussball als auch im Eishockey.

Auch wenn die Regeln für Fussball und Eishockey schweizweit gelten, sind es im Einzelfall die kantonalen Behörden, die über die erlaubte Auslastung der Stadien entscheiden. Sie können Bewilligungen widerrufen oder einschränkende Auflagen verfügen, wenn die epidemiologische Lage es in der Region verlangt.

RADIO TOP hat nachgefragt, was die Sportclubs über die neuen Schutzmassnahmen denken:

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Kritische und warnende Stimmen

Bei den kantonalen Bewilligungen sieht die Swiss Football League Klärungsbedarf. «Für uns ist es nun von absolut zentraler Bedeutung, dass die kantonalen Bewilligungsbehörden die Kriterien gleich anwenden und es zu keinem 'Flickenteppich' kommt», liess sich CEO Claudius Schäfer in einer Mitteilung der SFL zitieren. Zudem sieht die Liga auch die Sitzplatzpflicht in kleineren Stadien der Challenge League skeptisch. Insgesamt beurteilte die SFL den Entscheid des Bundesrates aber als wichtigen Schritt zurück zu einer «hoffentlich bald folgenden Normalität».

Die beiden Profiligen im Eishockey begrüssten, dass eine einheitliche Regelung für Hallen- und Freiluftstadien gefunden wurde, nachdem zunächst die Rede davon war, in Hallen nur die Hälfte der möglichen Zuschauer zuzulassen. Sie hatten sich aber erhofft, dass die volle Sitzplatzkapazität ausgenutzt werden könne. Dass dem nicht entsprochen wurde, ist etwa für Patrick Lengwiler, den CEO des EV Zug, unverständlich. Durch die Umrüstung von Steh- auf Sitzplätze gehe ohnehin schon viel Kapazität verloren. Er rechnet vor, dass mit der derzeitigen Regelung im Oktober 3800 Zuschauer in das Zuger Stadion können, das eigentlich für 7200 vorgesehen ist.

Sowohl die Fussball- als auch die Eishockey-Ligen wiesen daraufhin, dass trotz der verbesserten Situation im Zuschauerbereich die finanziellen Sorgen weiter bestehen. «Um das Fortbestehen des professionellen Schweizer Eishockey zu sichern, sind die Klubs unbedingt auf Finanzhilfen der öffentlichen Hand angewiesen», heisst es in einem Statement der National und Swiss League. Auch die Swiss Football League betonte die Notwendigkeit von finanzieller Hilfe und forderte «eine schnellstmögliche Lösung für zinslose Darlehen».

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