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Terminkollision im internationalen Radsport ist Tatsache

Der Radsport-Weltverband UCI hat seinen überarbeiteten Rennkalender präsentiert. Viele Termine wurden wegen der Coronakrise verschoben. Dabei kommt es auch zu Überschneidungen.

05.05.2020 / 19:18 / von: pwa/sda
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Der Radsport-Weltverband hat den neuen Rennkalender präsentiert. (Archivbld: KEYSTONE/KEYSTONE/EPA/GUILLAUME HORCAJUELO)

Der Radsport-Weltverband hat den neuen Rennkalender präsentiert. (Archivbld: KEYSTONE/KEYSTONE/EPA/GUILLAUME HORCAJUELO)

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Der Radsport-Weltverband UCI hat den wegen der Corona-Pandemie überarbeiteten Rennkalender veröffentlicht. Dabei wurde sowohl der Beginn der verschobenen Tour de France (ab 29. August) wie auch die WM in Aigle/Martigny (20. bis 27. September) bestätigt. Das bedeutet, dass sich das WM-Zeitfahren mit dem Ende der Tour de France überschneidet.

Auch weitere grosse dreiwöchige Rundfahrten werden sich überschneiden. Der Giro d'Italia soll vom 3. bis 25. Oktober stattfinden, die auf 18 Etappen gekürzte Spanien-Rundfahrt vom 20. Oktober bis zum 8. November.

In diesem Zeitraum sind auch die Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich (4. Oktober), Flandern-Rundfahrt (18. Oktober) sowie Paris-Roubaix (25. Oktober) angesetzt. Das letzte Monument, die Lombardei-Rundfahrt, ist für den 29. Oktober vorgesehen.

Der neue Rennkalender stellt auch den Thurgauer Veloprofi Stefan Küng vor eine grosse Herausforderung. «Das Programm ist extrem dicht gedrängt. Momentan ist es schwierig sich vorzustellen, dass alles so funktioniert.» sagt er gegenüber RADIO TOP. Für ihn ist auch noch unklar, ob er auf das Ende der Tour de France verzichten kann, um an der Heim-WM in der Schweiz Vollgas geben zu können.

Der Neustart der World-Tour-Saison, die seit Mitte März unterbrochen ist, soll am 1. August mit dem italienischen Halbklassiker Strade Bianchi erfolgen. Auch der Klassiker Mailand-Sanremo (8. August), die Polen-Rundfahrt oder das Criterium du Dauphiné sollen noch vor der Tour de France ausgetragen werden.

Die Radprofis werden im Herbst also ein enorm dichtes Rennprogramm zu absolvieren haben. Zwischen dem Start der ersten grossen Rundfahrt (Tour de France) und dem Ende der dritten (Vuelta) liegen beispielsweise nur 71 Tage.

Derzeit alles andere als sicher ist, dass in diesem Jahr überhaupt noch Rennen gefahren werden - zumal der Radsport sich im Gegensatz zu anderen Sportarten in einem viel grösseren Radius bewegt. Alleine während der Tour de France werden über 3000 km zurückgelegt. Hotels und Umfeld wechseln täglich. Da braucht es nicht viel, und das Konstrukt beginnt in sich zusammenzufallen, bevor der vollgepackte Herbst überhaupt erst ins Rollen gekommen ist. Vieles wird deshalb davon abhängen, wie sich die Pandemie in den kommenden Wochen entwickelt.

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