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Winterthur wieder ohne Punkt - GC dreht Spiel gegen St.Gallen

Der FC Winterthur verliert auswärts gegen Servette wegen einem späten Tor mit 0:1. GC kann einen 0:2 Rückstand gegen den FC St.Gallen noch in einen 3:2-Sieg verwandeln.

06.08.2022 / 20:10 / von: sda/pwa
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Der Servettien Miroslav Stevanovic (links) im Fight mit Winterthurs Souleymane Diaby. (Bild: KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI)

Der Servettien Miroslav Stevanovic (links) im Fight mit Winterthurs Souleymane Diaby. (Bild: KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI)

Winterthur verpasst seinen zweiten Punktgewinn nach dem Aufstieg in die Super League wegen eines kurz vor Schluss verhängten umstrittenen Foulpenaltys. Die Winterthurer verlieren bei Servette 0:1.

Die Mannschaft von Trainer Bruno Berner musste den Servettiens die längste Zeit das Diktat überlassen. Aber sie gestanden ihnen so wenige reelle Torchancen zu, dass das Unentschieden im Lauf der zweiten Halbzeit immer wahrscheinlicher wurde.

Kurz vor dem strengen Foulpenalty, den Granit Lekaj am eingewechselten Boubacar Fofana verschuldete, erspielten sich die Genfer ihre einzige sehr gute Möglichkeit. Winterthurs Goalie Timothy Fayulu musste weit vor dem Strafraum gegen den allein auf ihn zulaufenden Fofana retten. Den verwaisten Ball brachte Stürmer Patrick Pflücke nicht aufs Tor, dafür aber später den Penalty.

Kurz vor der Pause stiessen Fayulu und Yannick Schmid so unglücklich zusammen, dass sich der von Vaduz gekommene wertvolle Innenverteidiger verletzte und ersetzt werden musste. Trotz der Schwächung im Abwehrzentrum hielt Winterthur seine gute Leistung in der Defensive aufrecht.

Die Winterthurer können mit ihrem Comeback im Oberhaus nach 37 Jahren einigermassen zufrieden sein, obwohl sie erst einen Punkt gewonnen haben. Aus dem Rahmen fallen nur die desaströsen zwölf Minuten in der ersten Halbzeit des Heimspiels gegen Lugano (1:4), in denen sie drei Gegentore einfingen.

GC siegt nach desaströsem Beginn

Zwei Siege, ein Unentschieden: Der Start in die Super League gelingt den Grasshoppers ausgezeichnet. Die Zürcher bezwingen zuhause den FC St. Gallen nach einem frühen 0:2-Rückstand 3:2.

Die letzten 20 Minuten in Bern gegen YB und die ersten 20 Minuten des Heimspiels gegen St. Gallen konnten Trainer Giorgio Contini nicht gefallen. Beide Male waren die Hoppers in der Defensive heillos überfordert. Waren sie im Wankdorf mit Glück um Gegentore herumgekommen, hätten sie im Match gegen die Ostschweizer nach zwölf Minuten schon 0:4 statt nur 0:2 - durch Tore von Emmanuel Latte Lath und des nunmehr dreifachen Saisontorschützen Fabian Schubert - zurückliegen können.

Aber es spricht für Continis Mannschaft, dass sie sich durch den desaströsen Beginn nicht entmutigen liess. Ab der 20. Minute verlief die Partie auf einmal ziemlich ausgeglichen, und genau in dieser 20. Minute verkürzte Francis Momoh auf Zuspiel von Bendeguz Bolla. Die Grasshoppers drängten nun ihrerseits den Gegner eine Zeitlang zurück. Und so war das 2:2, das der Neuzugang Tsiy Ndenge unmittelbar vor Halbzeit mit einem prächtigen Schuss aus rund 20 Metern erzielte, ein Lohn für das erstaunliche Aufbäumen.

Ein schon fast übermässig reicher Lohn war das Siegestor zum 3:2, das erneut Ndenge nach 69 Minuten mit einem Abstauber erzielte. Der Deutsche war in seinen vier Saisons in Luzern oft und lange verletzt gewesen, sodass er dort keine Perspektiven mehr hatte. Bei GC entfaltet er sich.

Aus der Sicht der Ostschweizer hätte der dritte Sieg in Serie herausschauen müssen. Über die 90 Minuten gesehen, war der FCSG das bessere Team mit den klar besseren Möglichkeiten. Praktisch mit dem Schlusspfiff verloren die St. Galler nicht nur den Match, sondern für ein paar Spiele auch ihren Goalie Lawrence Ati-Zigi. Er wollte den Ball mit einem Freistoss nach vorne schlagen, als der eingewechselte Petar Pusic auf äusserst unfaire Art den Ball wegschlug. Ati-Zigi verlor die Beherrschung und trat Pusic in den Hintern. Für diese Tätlichkeit konnte es nur die Rote Karte geben, während Pusic mit Gelb davonkam.