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30 St.Galler Firmen haben Kurzarbeit vorangemeldet

Das Coronavirus wirkt sich auch auf die Wirtschaft aus: Rund 30 St.Galler Firmen haben Kurzarbeit vorangemeldet. Der Kanton rechnet mit einem weiteren Anstieg der Gesuche. Die Hochschulen sollen den Studierenden die Vorlesungen digital zugänglich machen.

12.03.2020 / 10:02 / von: sda/mma
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Der kanton geht davon aus, dass noch weitere Anträge eingehen werden. (Symbolbild: KEYSTONE/DPA-Zentralbild/JAN WOITAS)

Der kanton geht davon aus, dass noch weitere Anträge eingehen werden. (Symbolbild: KEYSTONE/DPA-Zentralbild/JAN WOITAS)

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Das Verbot von Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmenden respektive die Einschränkungen bei Veranstaltungen mit unter 1000 Teilnehmenden habe Auswirkungen auf die Wirtschaft, teilte die St.Galler Staatskanzlei am Donnerstag mit. Dazu kommen krankheitsbedingte Ausfälle von Arbeitnehmenden und die Verhaltensanweisung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Das BAG rät, Abstand zu halten, bei Fieber, Husten und Atembeschwerden zuhause zu bleiben. Das alles führe in etlichen Branchen zu Umsatzeinbussen.

Das St.Galler Volkswirtschaftsdepartement setze sich auf nationaler, interkantonaler und kantonaler Ebene und in Absprache mit den Branchenverbänden dafür ein, die Auswirkungen des Coronavirus für die Arbeitnehmenden sowie die Unternehmerinnen und Unternehmer zu mildern. Eine Möglichkeit dazu ist die Kurzarbeit. «Sie ist ein praxiserprobtes Instrument zur Bewältigung von temporären Krisen auf dem Arbeitsmarkt», schreibt die Staatskanzlei. Die Massnahme hilft den Unternehmen dabei, vorübergehende Beschäftigungseinbrüche auszugleichen und so Arbeitsplätze zu erhalten.

Das Volkswirtschaftsdepartement prüfe Anträge für Kurzarbeit umgehend und berücksichtigt dabei die aktuelle Lage. Derzeit haben rund 30 Unternehmen Kurzarbeit vorangemeldet.

Studium von zu Hause aus

Studentinnen und Studenten der St.Galler Hochschulen sollen wo möglich in den kommenden Wochen über digitale Kanäle am Studium teilnehmen können. Dies empfehlen das Gesundheits- und das Bildungsdepartement. Damit soll die Verbreitung des Coronavirus verlangsamt werden.

Ziel sei es, besonders gefährdete Personen zu schützen und die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Ein Mittel dazu ist der Einsatz digitaler Kommunikationsmöglichkeiten, wo ein Zusammenkommen nicht zwingend ist. Die Studentinnen und Studenten hätten die Wahl, ob sie vor Ort oder aus der Ferne an der Vorlesung teilnehmen möchten. Die Hochschulen haben sich laut Mitteilung in den vergangenen Tagen auf diese Umstellung vorbereitet und die technischen Voraussetzungen für das sogenannte «Distance Learning» geschaffen. Die Regierung unterstützt die Umstellung.

Nicht davon betroffen sind die Volks-, Mittel- und Berufsfachschulen. Kinder und Jugendliche gehören wie Studierende nicht zu besonders gefährdeten Personen. Während aber Studierende mehrheitlich nicht mehr zuhause wohnen und somit nicht zwingend einen engen Kontakt zu Personen über 65 Jahren haben, ist dies bei Kindern und Jugendlichen anders.

Ein digitaler Unterricht in der Volksschule würde bedeuten, dass viele Kinder von ihren Grosseltern betreut würden. Da Personen über 65 Jahren zu einer Risikogruppe gehören, ist aus Sicht des Gesundheits- und des Bildungsdepartementes das Risiko einer Ansteckung dieser Personen zu hoch. Die Massnahme wäre somit weder wirksam noch verhältnismässig. Gleiches gilt, wenn arbeitstätige Eltern ihre Kinder betreuen müssten.

Wie Dozenten und Studierende auf die neue Unterrichtsform reagieren, im Beitrag von RADIO TOP:

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