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Alternativen zum Spital Flawil werden konkreter

Aus dem Spital Flawil soll ein Ostschweizer Therapiezentrum werden. An den Abklärungen sind die Solviva AG, das Schweizer Paraplegiker-Zentrum sowie das Kantonsspital St.Gallen beteiligt. Bis Ende Jahr werden detaillierte Pläne vorliegen.

24.09.2020 / 12:59 / von: mle/sda
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In Flawil SG könnte die Spitalliegenschaft an die Solviva AG verkauft werden. Geplant ist ein Ostschweizer Therapiezentrum. (Archivbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

In Flawil SG könnte die Spitalliegenschaft an die Solviva AG verkauft werden. Geplant ist ein Ostschweizer Therapiezentrum. (Archivbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

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In Flawil plant die St.Galler Regierung als Ersatz für das bisherige Spital ein ambulantes Gesundheits- und Notfallzentrum (GNZ). Diese Strategie wurde in der Septembersession vom Kantonsrat in erster Lesung gutgeheissen.

Daneben gibt es aber verschiedene Pläne für die Nutzung der Spitalliegenschaft. Dort ist man nun einen Schritt weiter. Am Donnerstag haben Kanton, Gemeinde Flawil, Solviva AG und Paraplegiker-Zentrum in einer gemeinsamen Mitteilung informiert.

Verkauf der Spitalliegenschaft

Danach bietet sich in Flawil die Entwicklung zu einem Ostschweizer Therapiezentrum an. Zur Diskussion steht ein Verkauf der Spitalliegenschaft an die Solviva AG. Das Familienunternehmen betreibt in der Schweiz bereits mehrere Gesundheits-, Pflege- und Wohnzentren und ist auch als Partner für die Weiterentwicklung des Standorts Wattwil vorgesehen.

Beteiligt ist weiter die Schweizer Paraplegiker-Stiftung. Sie will querschnittgelähmten Personen «eine wohnortsnahe ambulante Versorgung» anbieten. Ein solches Angebot fehlt aber in der Ostschweiz.

Standort der Paraplegiker-Stiftung

Inzwischen hätten «grobe Vorabklärungen» stattgefunden, heisst es in der Mitteilung. Danach würde sich Flawil nach Bellinzona und Lausanne als dritter Aussenstandort des Paraplegiker-Zentrums eignen. Querschnittgelähmte Personen könnten dort ambulant behandelt werden. Angeboten würden auch diagnostische, medizinische oder therapeutische Leistungen.

Zusammen könnten die Solviva AG und das Paraplegiker-Zentrum kurze stationäre Aufenthalte für Querschnittgelähmte und zu beatmende Patientinnen und Patienten anbieten. Gedacht wird an Personen, die eine vorübergehende Behandlung benötigen oder deren Betreuungsumfeld oder Angehörige entlastet werden muss.

Als drittes ist das Kantonsspital beteiligt: Falls das Zentrum Solviva-Flawil realisiert werde, sei das Kantonsspital «gegen eine kostendeckende Entschädigung bereit, in einer Mietlösung ein akutstationäres Angebot der Palliative Care und Schmerztherapie im Umfang von 15 Betten während fünf Jahren weiterzubetreiben», heisst es in der Mitteilung weiter. Der Vorteil: Damit könne während der Aufbauphase des Zentrums eine Grundauslastung gewährleistet werden.

Auch wirtschaftliche Vorteile

Die Beteiligten wollen eine Absichtserklärung unterzeichnen. Bis Ende 2020 sollen die Konzepte für die verschiedenen Leistungsangebote vorliegen. Zuerst wird nun das Paraplegiker-Zentrum «eine eingehende Prüfung» vornehmen und das Angebot mit den Standorten Flawil und Wattwil koordinieren.

In der Mitteilung wird neben medizinischen auch auf wirtschaftliche Überlegungen hingewiesen: In Flawil würden Stellen für hochqualifizierte Arbeitskräfte angeboten und auch das lokale Gewerbe könnte vom Therapiezentrum profitieren.

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