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Appenzell Innerrhoden weist für 2018 schwarze Zahlen aus

Die Rechnung von Appenzell Innerrhoden schliesst mit einem Überschuss von 2,5 Mio. Franken. Budgetiert war ein Defizit. Für die Differenz verantwortlich sind unter anderem unerwartet hohe Steuereinnahmen.

13.03.2019 / 13:58 / von: sda/mco
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Der Kanton Appenzell Innerrhoden macht ein Plus von 2,5 Millionen Franken. (Bild: Screenshot Google Maps)

Der Kanton Appenzell Innerrhoden macht ein Plus von 2,5 Millionen Franken. (Bild: Screenshot Google Maps)

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Im Budget standen noch rote Zahlen: Die Standeskommission ging von einem Defizit von knapp 2 Mio. Franken aus. Unter anderem habe sich das gegenüber dem Vorjahr nochmals verbesserte wirtschaftliche Umfeld ausgewirkt, stellte der Innerrhoder Säckelmeister Ruedi Eberle am Mittwoch fest.

Die Einnahmen aus sämtlichen Steuerarten lagen 2018 über dem Voranschlag. Bei den Staatssteuern betrug das Plus gegenüber der Rechnung 2017 insgesamt 3,3 Mio. Franken. Auch die Nachsteuern entwickelten sich aufgrund von straflosen Selbstanzeigen über den Erwartungen.

Neben den Steuereinnahmen führte auch die Zusatzausschüttung der Nationalbank zum positiven Ergebnis. Deshalb konnte es auch verschmerzt werden, dass erstmals die Gewinnausschüttung der Appenzeller Kantonalbank erst nach der Genehmigung durch den Grossen Rat im Folgejahr verbucht wird. Dies führte zu einem einmaligen Ertragsausfall von 6,7 Mio. Franken.

Höhere Gesundheitskosten
Zum Ergebnis trugen auch ausserordentliche Erträge bei. So konnten Vorfinanzierungen für das Alters- und Pflegezentrum, für den Wasserbau oder die Sanierung von Bahnübergängen aufgelöst werden.

Einen höheren Aufwand als budgetiert gab es etwa bei den ausserkantonalen Hospitalisationen. Erklärt wird dies mit unüblich vielen Fällen mit einem sehr hohen Schweregrad. Im Spital Appenzell konnten die geplanten Fallzahlen nicht erreicht werden.

Die Investitionen fielen wegen Verzögerungen bei Bauprojekten wie etwa dem Hallenbad wesentlich tiefer aus als veranschlagt. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei 103 Prozent.

Dank Kostendisziplin in den Departementen, rekordhohen Steuereinnahmen und ausserordentlichen Erträgen schliesse die Staatsrechnung 2018 mit einem Plus von 2.5 Mio. Franken, fasste das Innerrhoder Finanzdepartement das Ergebnis zusammen. Der Ertragsüberschuss wird dem Eigenkapital gutgeschrieben, das nun 137,6 Mio. Franken beträgt.

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