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Appenzeller Schulhäuser überschreiten Radon-Grenzwerte

In jedem zehnten Ausserrhoder Schulhaus werden die Radon-Grenzwerte überschritten. Das haben Messungen des Kantons ergeben.

23.07.2019 / 11:27 / von: mco
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Kinder sind besonders empfindlich auf ionisierende Strahlung und müssen davor geschützt werden. (Symbolbild: pixabay.com/Design_Miss_C)

Kinder sind besonders empfindlich auf ionisierende Strahlung und müssen davor geschützt werden. (Symbolbild: pixabay.com/Design_Miss_C)

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Von 99 untersuchten Schulhäusern und Kindergärten war die Radon-Konzentration in zehn Klassenzimmern zu hoch, teilt der Kanton Appenzell Ausserrhoden in einer Medienmitteilung mit. Die Radonbelastung sei für die Ausserrhoder Schulkinder allerdings nicht gesundheitsgefährdend, beschwichtigt René Glogger vom Amt für Umwelt auf Anfrage von RADIO TOP.

Bei den Schulhäusern, die den Referenzwert überschritten haben, bewegen sich die Konzentrationen zwischen 300 und 800 Bq/m3. Für solche Überschreitungen schlägt der Bund die Umsetzung von Sanierungsmassnahmen in den nächsten zehn bis dreissig Jahren vor. 

Der Kanton will in den betroffenen Schulhäusern nächsten Winter erneut Messungen vornehmen. Danach will er den Gemeinden Vorgaben machen, bis wann sie die Radon-Sanierung umsetzen müssen.

Radon ist ein natürlich vorkommendes radioaktives Gas. Es sammelt sich in Schulhäusern besonders an und ist für Kinder gefährlicher als für Erwachsene. Radon gelangt aus dem Erdinnern in Häuser und kann sich dort anreichern. 

In Schulen und Kindergärten sind Radonmessungen obligatorisch. Der Bund hat einen Radonreferenzwert von 300 Bq/m3 für Räume, in denen sich Personen regelmässig während mehrerer Stunden pro Tag aufhalten, festgelegt. Wird der Wert überschritten, muss saniert werden. 

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