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Auch 2021 gibt es kein Openair St.Gallen

Ein bitteres Déja-vu: Auch in diesem Jahr wird es kein Openair St.Gallen geben. Dies geben die Veranstalter am Montag bekannt. Momentan wird ein Alternativprogramm geprüft.

22.03.2021 / 14:00 / von: mma/sda
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Auch dieses Jahr wird es dieses Bild im Sittertobel nicht geben. (Archivbild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Auch dieses Jahr wird es dieses Bild im Sittertobel nicht geben. (Archivbild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

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Auch in diesem Jahr wird es im Sittertobel still bleiben. Die Veranstalter des Openair St.Gallen (OASG) haben entschieden, auch dieses Jahr den Grossanlass zu streichen. Dies geht aus einer Mitteilung vom Montag hervor. Den Veranstaltern fehle die Planungssicherheit.

Die Veranstalter prüfen momentan, ob ein Alternativprogramm durchgeführt werden kann. Dabei handelt es sich um ein kleineres Festivalkonzept. Sobald es sich abzeichnet, dass eine solche Alternative durchgeführt werden könne, würden weitere Details kommuniziert, heisst es weiter.

Das nächste OASG soll vom 30. Juni bis zum 3. Juli 2022 stattfinden. Die bereits gekauften Tickets behalten laut dem Veranstalter ihre Gültigkeit. Das Line-up soll im Herbst präsentiert werden. Man versuche, einen Grossteil der bereits gebuchten Acts wieder zu bestätigen und auch neue Künstler dazuzugewinnen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Im Anschluss an die Programmveröffentlichung soll es eine Option geben, dass Tickets innerhalb von 30 Tagen retourniert werden können. Über die Details werde zu einem späteren Zeitpunkt informiert.

Wie es zum Entscheid gekommen ist und was die Konsequenzen sind, erklärt Nora Fuchs vom OASG im Interview mit RADIO TOP:

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Stadt spricht von grossem Verlust

Auch die Stadt St.Gallen bedauert den Entscheid, wie Stadtpräsidentin Maria Pappa gegenüber RADIO TOP erklärt. Man könne den Entscheid allerdings wegen der Unberechenbarkeit der Situation nachvollziehen. Dennoch sei es ein herber Verlust – für die Kultur, für die Wirtschaft und für das soziale Gefüge der Stadt. «Der Puls der Stadt geht so nicht hoch», sagt Pappa. 

Ob die Stadt dem Grossanlass unter die Arme greift, sei noch unklar. Pappa betont, dass zuerst der Bund und dann der Kanton in Bresche springen müssten. Falls dies nicht genüge, werde auch die Stadt über eine allfällige Unterstützung diskutieren.

Auch Gurtenfestival abgesagt

Auch die Veranstalter des Gurtenfestival auf dem Berner Hausberg gaben am Montag die Absage bekannt. Die Veranstalter des Gurtenfestivals richten zudem einen Appell an die Politik; «Schafft Klarheit.» Und: «Bietet der Kulturbranche und der Bevölkerung eine Perspektive.» Sie fordern, dass Kapazitäten, Rahmenbedingungen und Schutzmassnahmen geklärt werden müssten, damit in diesem Sommer und Herbst «so viele Anlässe wie möglich stattfinden können».

Neben den beiden Grossen gab auch das kleinere Quellrock Openair, welches in Bad Ragaz stattfindet, die Verschiebung auf 2022 bekannt.

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