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Bald wieder volle Schulklassen - aber noch keine Lager und Reisen

Nach vier Wochen Halbklassenunterricht beginnt am 8. Juni an den St.Galler Volksschulen wieder der Normalbetrieb. Einzig Schulreisen und Lager sind bis zu den Sommerferien noch nicht erlaubt. Auch die Mittel- und Berufsschulen nehmen den Präsenzunterricht wieder auf.

29.05.2020 / 10:55 / von: sda/mco
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An den St.Galler Mittelschulen und Berufsfachschulen müssen die Schülerinnen und Schüler - anders als in der Volkschule - beim Start noch einen Zwei-Meter-Abstand einhalten. (Symbolbild: KEYSTONE/Gaetan Bally)

An den St.Galler Mittelschulen und Berufsfachschulen müssen die Schülerinnen und Schüler - anders als in der Volkschule - beim Start noch einen Zwei-Meter-Abstand einhalten. (Symbolbild: KEYSTONE/Gaetan Bally)

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Der erhöhte Aufwand für die Organisation des Unterrichts in Halbklassen an den Primar- und Sekundarschulen seit dem 11. Mai habe sich gelohnt, teilte der Kanton St.Gallen am Freitag mit.

«Er ermöglicht ihnen, die Schulkinder bei der Wiedereingliederung in das Klassenleben optimal zu unterstützen.» Dies sei in pädagogischer Hinsicht und für die Gesundheitsprävention sinnvoll und schaffe eine gute Grundlage für den Normalbetrieb mit den ganzen Klassen, hiess es.

Die Lockerungen des Bundes würden auch Schulreisen, Klassenlager oder Projektwochen wieder zulassen. Im Kanton St.Gallen bleiben sie aber bis zu den Sommerferien untersagt. Man wolle organisatorische Unruhe vermeiden und sicherstellen, dass das sich die Schulen auf die Lerninhalte konzentrierten. Einzig Schlussfeiern sind erlaubt.

Mittel- und Berufsschulen mit Abstand

Die St.Galler Mittelschulen und die Berufsfachschulen kehren am 8. Juni nach einer mehrwöchigen Phase des Fernunterrichts wieder in die Schulzimmer zurück. Allerdings müssen die Schülerinnen und Schüler - anders als in der Volkschule - noch einen Zwei-Meter-Abstand einhalten.

Viele Schulzimmer seien unter diesen Voraussetzungen zu klein für eine ganze Klasse, schreibt der Kanton. Dort soll es vorerst nur Unterricht in Halb- oder Teilklassen geben. Eine Ausnahme gilt für die Untergymnasien und die 1. Klassen der Gymnasien. Deren Schülerinnen und Schüler stehen noch im Volksschulalter.

Für die kurze Zeit bis zu den Sommerferien könnten sich die Mittel- und Berufsschulen mit dem eingeschränkten Präsenzunterricht arrangieren, schreibt das kantonale Bildungsdepartement. Im neuen Schuljahr müsse aber der Präsenzunterricht «unter allen Umständen wieder möglich sein». Sonst würde die Schulqualität nachhaltig leiden.

Das Departement setze sich deshalb mit der Schweizerischen Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK) dafür ein, dass ab August die strikten Abstandsregeln für Schulzimmer aufgehoben würden. Diese Regeln passten auch nicht zu den übrigen beschlossenen Lockerungen für gesellschaftliche Veranstaltungen.

Weniger Lehrverträge

Bis Mitte Mai wurden im Kanton St.Gallen rund 250 Lehrverträge weniger abgeschlossen als im Vorjahr. Das Amt für Berufsbildung ruft daher die Schulen und Lehrbetriebe dazu auf, allen Jugendlichen, die noch auf Lehrstellensuche sind, Schnuppereinsätze zu ermöglichen.

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