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Bauern wehren sich gegen Pestizid-Vorwürfe

Pestizide in Fluss gefunden – solche Schlagzeilen kommen in den Zeitungen immer häufiger vor. Und die Schuldigen sind schnell gefunden: die Bauern und Gärtner. Sie würden sich nicht um die Umwelt kümmern, so der Vorwurf. Die Bauern sehen sich allerdings in der Opferrolle.

16.07.2019 / 12:35 / von: mma/lli
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Die Bauern wehren sich gegen die Vorwürfe. Man unternehme schon vieles, um die Umwelt zu schützen. (Symbolbild: Pixabay.com/HarryStueber)

Die Bauern wehren sich gegen die Vorwürfe. Man unternehme schon vieles, um die Umwelt zu schützen. (Symbolbild: Pixabay.com/HarryStueber)

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Vor rund einer Woche sorgte die Meldung, dass im Kanton St.Gallen kleine Bäche übermässig mit giftigen Chemikalien belastet sein könnten, für Schlagzeilen. Die Schuldigen sind schnell gefunden: die Bauern. Sie würden sich nicht genug um den Umweltschutz kümmern und mit Pestiziden und Insektiziden falsch umgehen.

RADIO TOP hat mit einem Bauern über die Anschuldigungen gesprochen:

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Der St.Galler Landwirt Ivo Seger aus Häggenschwil zeigt sich enttäuscht. Es werde ein falsches Bild durch die Medien transportiert. Schliesslich sei der Gebrauch von Pestiziden in den letzten 30 Jahren massiv reduziert worden, betont Seger.

Zudem werde die Eigeninitiative der Bauern zu wenig geschätzt. «Nicht einmal die Leute vom Naturschutz wissen, was wir alles unternehmen», erklärt Seger. Das belaste die Landwirte.

Anders sieht das Walter Richner, der Sektionsleiter für landwirtschaftlichen Umweltschutz des kantonalen Amtes für Umwelt St.Gallen. Die kantonalen Untersuchungen hätten gezeigt, dass immer noch zu viele giftige Stoffe zum Beispiel in die Gewässer gelangen. Doch er anerkennt auch den Willen der Bauern. Es habe ein Umdenken stattgefunden.

Die meisten Landwirte seien motiviert und gut ausgebildet. Zudem seien sie auch bereit, die nächsten Schritte zu unternehmen, beispielsweise bei Forschung und Beratung.

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