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Bundesverwaltungsgericht: Einbürgerung von Schwester eines ukrainischen Oligarchen abgewiesen

Die Familie der Schwester des ukrainischen Oligarchen Igor Kolomoiski wird nicht in der Schweiz eingebürgert. Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Beschwerde der Betroffenen abgewiesen. Aufgrund der engen familiären und wirtschaftlichen Verbindungen befürchten die Behörden eine Gefährdung der inneren und äusseren Sicherheit der Schweiz.

09.07.2024 / 13:51 / von: sda/ast
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Das Bundesverwaltungsgericht hat die Einbürgerung von Schwester eines ukrainischen Oligarchen abgewiesen. (ARCHIVBILD: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Einbürgerung von Schwester eines ukrainischen Oligarchen abgewiesen.(ARCHIVBILD: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

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Das Bundesverwaltungsgericht hält in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil fest, es bestünden konkrete Indizien, wonach die Schwester, deren Ehemann und das jüngste gemeinsame Kind enge Beziehungen zu Kolomoiski pflegen würden. Die einbürgerungswillige Familie profitiere in finanzieller Sicht massgeblich von dieser Verbindung.

Im Raum steht laut Gericht der Verdacht der Geldwäscherei. Wie aus dem Entscheid hervorgeht, ist die Familie Eigentümerin von diversen Immobilien in der Schweiz und in Frankreich - darunter ein Schloss aus dem 15. Jahrhundert.

Zwei Kinder eingebürgert

Die Familie der Schwester von Kolomoiski besitzt die israelische Staatsbürgerschaft und lebt seit Ende 2005 in der Schweiz. Die beiden älteren, der insgesamt drei Kinder, sind 2015 beziehungsweise 2018 im ordentlichen Verfahren eingebürgert worden.

Kolomoiski war bis 2016 Besitzer der grössten Privatbank in der Ukraine. Die Bank wurde wegen Korruptionsvorwürfen verstaatlicht. Kolomoiski wird vorgeworfen, Milliarden aus dem Vermögen der Bank abgezweigt zu haben. Er war lange ein Vertrauter des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

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