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Corona-Hochzeit in Schwellbrunn: Brautpaar drohen offenbar keine Konsequenzen

Im Kanton Appenzell Ausserrhoden sorgt eine Hochzeit für Aufregung: Einer der Gäste war nämlich trotz Corona-Symptomen an der Feier dabei. Das Brautpaar soll dafür aber nicht bestraft werden.

28.10.2020 / 04:50 / von: vsa/mma
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Das Brautpaar aus Schwellbrunn wusste Bescheid darüber, dass ein coronapositiver Gast an der Hochzeit war. (Symbolbild: pixabay.com/niekverlaan)

Das Brautpaar aus Schwellbrunn wusste Bescheid darüber, dass ein coronapositiver Gast an der Hochzeit war. (Symbolbild: pixabay.com/niekverlaan)

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Es soll der schönste Tag im Leben eines Paares sein: die Hochzeit. Für ein Brautpaar aus Schwellbrunn im Kanton Appenzell Ausserrhoden endet die Hochzeitsfeier aber mit negativen Schlagzeilen. Einer ihrer Gäste war nämlich an der Hochzeit, obwohl er Coronasymptome zeigte

Das Brautpaar soll dafür nicht bestraft werden, berichtet das «St.Galler Tagblatt» am Mittwoch. Gemäss dem Ausserrhoder Gesundheitsdirektor Yves Noël Balmer müsse davon ausgegangen werden, das eine Person mit Symptomen an der Feier teilnahm. Es habe keinen positiven Test gegeben, von denen die infizierten Gäste gewusst hätten, erklärt Balmer gegenüber «FM1Today». Der Regierung gehe es demnach vor allem darum, die Bevölkerung auf das heikle Thema zu sensibilisieren. Der Bevölkerung soll deutlich gemacht werden, welch negativen Auswirkungen eine kleine Fehlentscheidung derzeit haben kann. 

Trotzdem sind Strafen für solches Verhalten nicht ausgeschlossen. Aus dem entsprechenden Epidemiegesetz geht hervor, dass in diesem Zusammenhang Geldstrafen von bis zu 5000 Franken oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren ausgesprochen werden können.

Brautpaar wehrt sich

Gegenüber «Blick» bezieht das Brautpaar erstmals Stellung. Das Paar bestreitet, weder vor noch während des Festes Kenntnis über positive Corona-Fälle unter den Gästen gehabt zu haben. Zwei Gäste hätten am Dienstagabend nach der Hochzeit erste Symptome gezeigt. Die Braut zeigte am Mittwoch Symptome und liess sich, wie die anderen zwei Gäste, testen. Die positiven Resultate lagen am Freitag vor. Am Samstag wurde die Braut vom Contact-Tracing-Team kontaktiert und nach ihren Kontakten vom Dienstag und Montag gefragt. Aus diesem Grund gab sie auch die Hochzeit nicht an.

Zudem betont das Paar, dass man vom Kanton keine Auflagen erhalten habe. Zu jenem Zeitpunkt benötigte es für Feste mit weniger als 300 Teilnehmern keine speziellen Massnahmen.

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