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Coronaprotest in St.Gallen aufgelöst - Über hundert Demonstrierende in Zürich

Lockdown-Gegner haben für den Samstag zu Kundgebungen in mehreren Städten aufgerufen. In St.Gallen hat die Stadtpolizei eine Aktion bereits am Vormittag aufgelöst.

09.05.2020 / 14:23 / von: sda/vme
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Beim Vadiandenkmal hatten etwa 80 Personen gegen die Massnahmen des Bundesrates zur Bekämpfung des Coronavirus protestiert. (Bild: Stadtpolizei St.Gallen)

Beim Vadiandenkmal hatten etwa 80 Personen gegen die Massnahmen des Bundesrates zur Bekämpfung des Coronavirus protestiert. (Bild: Stadtpolizei St.Gallen)

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Beim Vadiandenkmal hatten etwa 80 Personen gegen die Massnahmen des Bundesrates zur Bekämpfung des Coronavirus protestiert. Die Demonstranten hätten gegen die Covid-19-Verordnung verstossen, die Versammlungen verbietet und einen zwei-Meter-Abstand vorsieht, hiess es in einer Mitteilung der Polizei.

Aber auch abgesehen davon wäre die Aktion bewilligungspflichtig gewesen. Die Auflösung der Demonstration sei friedlich verlaufen. Weil sie «keine Einsicht zeigten», habe die Polizei von rund einem Dutzend Personen die Personalien aufgenommen. Sie müssen mit einer Anzeige wegen Verstosses gegen die Covid-19-Verordnung und gegen die Bewilligungspflicht rechnen.

Corona-Protest auf dem Zürcher Sechseläutenplatz

Auch auf dem Sechseläutenplatz in der Stadt Zürich haben sich am Samstagnachmittag über hundert Menschen versammelt und gegen den Lockdown demonstriert. Die Polizei rückte mit mehreren Streifenwagen zum Einsatz aus.

Auf dem beim Bellevue gelegenen Sechseläutenplatz laufe ein entsprechender Einsatz, sagte ein Sprecher der Zürcher Stadtpolizei auf Anfrage. Ansammlungen von mehr als fünf Personen sind gemäss der Covid-19-Verordnung des Bundesrats derzeit nicht erlaubt.

Auf dem Sechseläutenplatz versammelten sich schätzungsweise hundert bis zweihundert Personen. Sie forderten unter anderem die Aufhebung der Notstandsmassnahmen.

Augen auf Bundesplatz gerichtet

In Bern will die Kantonspolizei eine erneute Kundgebung von Lockdown-Gegnern auf dem Bundesplatz unbedingt verhindern. Sie traf am Samstagmittag beim Bundeshaus Vorkehrungen, um Menschenansammlungen zu vermeiden.

Das teilte die Polizei auf Twitter mit. In der ganzen Stadt sei die Polizei wegen der für den Nachmittag angekündigten, aber verbotenen Kundgebung verstärkt präsent.

Vor Wochenfrist hatten sich mindestens 100 Menschen auf dem Bundesplatz versammelt, um gegen die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie zu demonstrieren. Sie schlossen sich der Mahnwache eines Aktivisten an, der auch am Samstag gegen die «Einschränkung der Bürgerrechte» protestieren will.

Im Internet kursieren verschiedene Aufrufe, den Aktivisten Gesellschaft zu leisten. Sollte dies nicht gelingen, solle man einzeln oder in Kleinstgruppen in Bern und anderswo seinen Unmut äussern. Der Protest richtet sich auch gegen 5G-Antennen, Impfzwang, Globalisierung und staatliche Überwachung.

Nause kritisiert Demonstranten

Die Berner Polizei lässt aber nicht einmal «Einerkundgebungen» zu, bei denen jemand ein Plakat in die Höhe hält. Der Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause verteidigte dieses Vorgehen am Samstag erneut.

Er beruft sich auf das «absolute» Versammlungsverbot in der Notverordnung des Bundesrats. Wenn jemand ein Transparent dabei habe, ziehe er rasch weitere Personen an, sagte Nause der «Berner Zeitung».

Scharfe Kritik übte der Sicherheitsdirektor an den Demonstrierenden auf dem Bundesplatz. Ihr Verhalten leiste der Ausbreitung des Virus Vorschub und behindere die dringend notwendige Wiederbelebung der Wirtschaft.

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