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Planungssicherheit in Skigebieten dank Schnee-Rohrpost

Ein Institut der Ostschweizer Fachhochschule in Rapperswil SG hat ein Rohrsystem ausgearbeitet, mit dem sich Schnee offenbar einfach transportieren lässt. Damit wollen sie die Planungssicherheit in Skigebieten ermöglichen.

20.01.2023 / 14:20 / von: kgr/sda
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Die Schnee-Rohrpost soll Wintersportanlässen und Skigebieten in Zeiten des Klimawandels mit Planungssicherheit bescheren. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)

Die Schnee-Rohrpost soll Wintersportanlässen und Skigebieten in Zeiten des Klimawandels mit Planungssicherheit bescheren. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)

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Das System der Ostschweizer Fachhochschule in Rapperswil SG ist eine einfache, temporäre und oberirdische Rohrleitung, mit dem sich Schnee von einem Depot aus direkt an den Einsatzort verteilen lässt. Für Wintersportregionen und Grossanlässe wie Skirennen eröffne sich damit die Möglichkeit, Schnee über weite Strecken von mehreren Hundert Metern effizient und ohne hohen Material- und Personaleinsatz bewegen können, schrieb die Fachhochschule am Freitag in einer Mitteilung. Weil diese Technik keine dauerhafte Installation benötige, würden dadurch Umweltirritationen durch flächendeckende Infrastruktur wie Schneekanonen reduziert. Den Schnee müssten die Destinationen vorgängig in einem Depot produzieren und lagern.

Kleinerer Energieverbrauch

Bisher wurden grosse Schneemengen auf der Piste von Pistenfahrzeugen bewegt oder mit Schneekanonen direkt vor Ort erzeugt. Der Energieverbrauch der Schnee-Rohrpost würde nur einen Bruchteil im Vergleich zu dieser herkömmlichen Methode ausmachen, sagte der Projektleiter Albert Loichinger auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Dennoch sei man beim System auf einen leistungsstarken Elektro- bzw. Verbrennungsmotor angewiesen. Weil Beschneiungen meist nachts stattfinden, könne Solarenergie bestenfalls unterstützend, aber nicht ersetzend wirken.

Die Schnee-Rohrpost war im vergangenen Dezember im Glarnerland getestet worden, und habe einwandfrei funktioniert, schrieb die Fachhochschule weiter. Nun möchte das Institut mit Umsetzungspartnern ein marktreifes System entwickeln, das «hinsichtlich eingesetzter Energie und der Förderleistung die Bedürfnisse der Wintersportdestinationen im Alpenraum erfüllen kann».

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