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Diese Auflagen gelten in Lawinen-Gefahrenzonen

Wer ein neues Gebäude unten an einem Hang bauen will, muss Auflagen zum Schutz vor Lawinen einhalten. Nach der Lawine auf der Schwägalp kommen nun Fragen auf, ob die Auflagen beim teilverschütteten Hotel Säntis eingehalten wurden.

11.01.2019 / 12:40 / von: sbr/pwa
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Die Schwägalp liegt teils in der gelben, teils in der blauen Zone. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

Die Schwägalp liegt teils in der gelben, teils in der blauen Zone. (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

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Die Kantone und Gemeinden veröffentlichen Karten, auf denen die Lawinengefahr in drei Stufen eingeteilt wird. Die exakten Regelungen sind von Kanton zu Kanton und von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Im Kanton St. Gallen gelten in der niedrigsten, gelben Gefahrenzone keine verpflichtenden Bauvorschriften. «Ausgenommen davon sind aber Gebäude, in denen sich viele Menschen aufhalten. Bei diesen Gebäuden sind zwingend Schutzmassnahmen vor Lawinen erforderlich», erklärt Hubert Meusburger von der kantonalen Naturgefahrenkommission.

Der RADIO-TOP-Beitrag über die Auflagen zum Bau in Lawinengebieten:

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Schutzmassnahmen können beispielsweise verstärkte Fenster oder Wände sein. Solche Massnahmen müssen bei Neubauten in der blauen Zone zwingend eingeplant werden. In der gefährlichsten, der roten Zone dürfen keine neuen Gebäude gebaut werden. Allerdings gibt es Gebäude, die schon seit Jahrzehnten an Orten in der roten Zone stehen, erklärt Lukas Stoffel vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF): «Nachträglich Schutzmassnahmen zu ergreifen ist oft unverhältnismässig.  Stattdessen werden die Bewohner bei einer Lawinengefahr evakuiert.»

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