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«Eltern sollen offen mit ihren Kindern kommunizieren»

Die Abschlussfeier einer Sekklasse aus Walenstadt macht Schlagzeilen. Die Schüler haben hochprozentigen Alkohol getrunken, den sie von der Schulpräsidentin, Mutter einer der Schülerinnen, erhalten haben. RADIO TOP hat mit einem Präventionsexperten über die Problematik gesprochen.

09.07.2020 / 20:09 / von: mma
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Den Jugendlichen das Feiern zu verbieten, sei laut dem Präventionsexperten nicht der beste Weg. (Symbolbild: Pixabay.com/planet_fox)

Den Jugendlichen das Feiern zu verbieten, sei laut dem Präventionsexperten nicht der beste Weg. (Symbolbild: Pixabay.com/planet_fox)

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Das Jugendliche in der Pubertät Dinge machen, die ihre Eltern nicht unbedingt gut finden, ist wenig überraschend. Auch das an Schulabschlussfeiern ab und an Alkohol fliesst, wie bei jener der Sekklasse aus Walenstadt, ist laut Präventionsexperte Beat Furrer ein offenes Geheimnis. Gerade beim Abschlussfeiern könne es sein, dass «die Jugendlichen die Schleusen öffnen» wollen. Gerade im Bezug auf Alkohol könne dies zu Exzessen führen.

Was der Präventionsexperte Eltern in einer solchen Situation rät – im Beitrag von RADIO TOP:

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Dass ein Jugendlicher mal ein oder zwei Bier trinke, sei laut Furrer nicht bedenklich. Die Menge mache das Gift. Darum sollten Eltern den Kindern auch eine solche Feier nicht generell verbieten. Denn dies könne zu Streit führen.

Anstatt die Feier zu verbieten, rät Furrer dazu, mit den Kindern das Gespräch zu suchen. Man könne dem Kind auch erlauben, ein Bier zu trinken. Das Kind sollte Verantwortung für sich selbst übernehmen und seine Grenzen kennen. Solche Gespräche sollten allerdings schon früher geführt werden, und nicht am Tag der Feier.

Laut Furrer helfen klare Regeln. Als Beispiel nennt er das Abholen. Wenn Eltern und Kind eine Zeit vereinbaren, geben sich die meisten Jugendlichen Mühe, dann mehr oder weniger nüchtern zu sein.

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