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Erweiterung von Gefängnis Altstätten verzögert sich wegen Altlasten

Die Erweiterung des Regionalgefängnisses Altstätten verzögert sich. Das Grundstück ist durch Schadstoffe belastet. Der Kanton will bis Ende Jahr über die Sanierungsvarianten entscheiden.

26.10.2020 / 14:53 / von: mle/sda
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Blick auf das Regionalgefängnis Altstätten. Die Erweiterung verzögert sich, weil das Baugelände zuerst saniert werden muss. (Archivbild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Blick auf das Regionalgefängnis Altstätten. Die Erweiterung verzögert sich, weil das Baugelände zuerst saniert werden muss. (Archivbild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

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Das Grundstück diente der Feuerwehr viele Jahre für Übungseinsätze, schreibt «Der Rheintaler» in seiner Ausgabe vom Montag. Ein aktuelles Gutachten beurteile das Areal als belasteten Standort mit Sanierungsbedarf, bestätigte Claudia Eugster, Sprecherin des kantonalen Baudepartements, die weitere Bauverzögerung. Das Grundwasser sei aber nicht belastet.

Eigentlich hätte bereits im Mai mit dem Ausbau des Gefängnisses begonnen werden sollen. Nachdem die Untersuchungen abgeschlossen seien, werde nun bis Ende Jahr über die Sanierung entschieden, so Eugster.

Der Kanton St.Gallen will langfristig nur noch an drei Standorten Strafanstalten führen. Bisher gibt es im Kanton neben der Strafanstalt Saxerriet und dem Massnahmenzentrum Bitzi acht weitere Gefängnisse mit insgesamt 140 Plätzen.

Das Regionalgefängnis in Altstätten soll mit einem Neubau erweitert werden. Künftig sollen dort 126 Plätze (bisher 45) bereitgestellt werden. Die Gefängnisse in Widnau, Flums, Bazenheid und Gossau können damit aufgehoben werden.

Die Gesamtkosten für die Erweiterung und Erneuerung des Regionalgefängnisses und der Staatsanwaltschaft Altstätten belaufen sich auf 83 Millionen Franken. An diese Kosten leistet der Bund einen Baubeitrag von voraussichtlich 22,8 Millionen Franken. Die St.Gallerinnen und St. Galler stimmten im November 2018 dem Kredit von 60,2 Millionen Franken zu.

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