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FC St.Gallen scheitert an AEK Athen

Der FC St.Gallen verliert mit 0:1 gegen AEK Athen und scheidet in der Europa League-Qualifikation aus. Spielentscheidend war ein umstrittener Penalty.

24.09.2020 / 22:33 / von: pwa/sda
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Ein umstrittener Penalty entscheidet das Spiel. (Screenshot: SRF)

Ein umstrittener Penalty entscheidet das Spiel. (Screenshot: SRF)

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Der FC St.Gallen kann nicht mehr auf seine zweite Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League hoffen. In der 3. Runde der Qualifikation scheiterten die Ostschweizer trotz guter Leistung mit 0:1 an AEK Athen.

Lawrence Ati-Zigi und der FC St.Gallen haben in der letzte Saison eine ambivalente Beziehung zu Penaltys aufgebaut. Vor einem halben Jahr, im Spitzenspiel gegen den späteren Meister YB, entriss ein später und strittiger Penaltyentscheid den St.Gallern zwei Punkte. Im Qualifikationsspiel zur Europa League gegen den griechischen Spitzenklub AEK Athen kam diesbezüglich ein weiteres Kapitel hinzu. Erneut raubte den Ostschweizern ein umstrittener Penaltyentscheid ein mögliches Happy-End.

In der 71. Minute entschied der spanische Schiedsrichter Alejandro Hernandez nach einem regulären Zweikampf im St.Galler Strafraum auf Penalty für die Gäste. Der zuvor im Strafraum zu Fall gekommene Nelson Oliveira nutzte die Offerte im zweiten Versuch zum entscheidenden 1:0: Nachdem Zigi den Penalty hatte parieren können, drückte der portugiesische Angreifer den Nachschuss ins Tor. In der Folge verhinderten clever agierende Griechen und schwindende Kräfte beim Heimteam eine spannende Schlussphase.

St.Gallen tat auch gegen AEK Athen von Beginn an so, wie man es sich vom Ostschweizer Klub aus der letzten Saison gewohnt war. Das junge Team von Coach Peter Zeidler ignorierte die Favoritenfrage, trat aggressiv, offensiv und frech auf. Nach 74 Sekunden überraschte Aussenverteidiger Alessandro Kräuchi die Griechen mit einem ersten mutigen Vorstoss, in der 4. Minute verhinderte AEK-Goalie Panagiotis Tsintotas mit einem starken Reflex den St.Galler Treffer in extremis. Eine Flanke von Basil Stillhart wurde durch Emanuel Insua aufs eigene Tor abgelenkt, Tsintotas lenkte den Ball über das Tor.

Eine der drängendsten Fragen rund um dieses St.Galler Team zum Beginn der Saison ist die des Substanzverlusts. Ein erstes Indiz diesbezüglich bot Kwadwo Duah rund zehn Minuten vor der Pause. Der aus Wil verpflichtete Ersatz für die ins Ausland abgewanderten Offensiv-Leader Ermedin Demirovic und Cedric Itten erschlich sich durch Chuzpe und einen horrenden Antritt die beste St. Galler Möglichkeit der Partie. Doch so gut der 23-jährige Angreifer die unpräzise Kopf-Rückgabe der Griechen antizipierte, so sehr fehlten ihm beim Abschluss alleine vor Tsintotas dann die Kaltblütigkeit seiner beiden Vorgänger.

Basel eine Runde weiter

Der FC Basel hat sich mit mehr Mühe als nötig für die Playoffs der Europa League qualifiziert. Die Mannschaft von Ciriaco Sforza setzte sich gegen die Zyprioten von Anorthosis Famagusta nach 3:0-Führung noch mit 3:2 durch und spielt nun gegen CSKA Sofia um den Einzug in die Gruppenphase.

Nach einem Viertel des Matches im fast leeren St. Jakob-Park schien der Sieg des FC Basel eine reine Formalität. Silvan Widmer sorgte nach etwas mehr als drei Minuten mit einem Schuss aus der Drehung im Strafraum für das 1:0. Und noch vor Ablauf der ersten Viertelstunde erhöhte Samuele Campo, der mit seinem Freistoss am Ursprung des ersten Treffer gestanden hatte, mit einem schönen Weitschuss auf 2:0. Die Zyprioten setzten ihrer komplett misslungene Startphase in der 21. Minute mit einem Eigentor nach einem Goaliefehler die Krone auf.

Basel hatte nicht allzu viel tun müssen für den klaren 3:0-Zwischenstand. Eine konzentrierte und effiziente Vorstellung reichte. Die Konzentration und die Sicherheit gingen dann schon vor der Pause verloren. Ohne überragend aufzuspielen verkürzten die Gäste durch Branko Vrgoc Sekunden vor der Pause und durch Giorgi Kvilitaia, der in der 66. Minute einen von Andrea Padula verursachten Penalty verwertete. Zu zehnt - Stürmer Tornike Okriaschwili sah in der 50. Minute für eine Schwalbe die zweite Gelbe Karte - drängte Anorthosis vergeblich auf den dritten Treffer. Auch Basel beendete die Partie mit einem Spieler weniger. Der junge, nach einer Stunde eingewechselte Julian von Moos sah in der 88. Minute die Gelb-Rote Karte.

Den letzten Schritt Richtung Europa-League-Gruppenphase muss der FC Basel am kommenden Donnerstag machen. Erneut fällt die Entscheidung in nur einem Match und erneut können die Basler daheim antreten. Der Gegner dürfte eine Spur stärker sein als Anorthosis Famagusta. CSKA Sofia, Bulgariens Rekordmeister, beendete die letzte Saison in der heimischen Meisterschaft auf dem 3. Platz. In der 3. Qualifikationsrunde setzten sich die Bulgaren gegen Torshavn von den Färöern mit 3:1 durch.

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