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Fischer entdeckt in Gams SG über hundert Fische einer bedrohten Art

Ein Fischer hat in einem Bach in Gams SG mehr als hundert ausgewachsene Exemplare der vom Aussterben bedrohten Fischart Nasen beim Laichen entdeckt. Der Kanton St. Gallen schrieb in einer Mitteilung von der wohl grössten Ansammlung dieser bedrohten Art seit Jahrzehnten.

12.04.2024 / 13:30 / von: sda/msc
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Die Nase zählt zu den bedrohten einheimischen Fischarten. (Bild: Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen.)

Die Nase zählt zu den bedrohten einheimischen Fischarten. (Bild: Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen.)

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Das Amt für Natur, Jagd und Fischerei bezeichnete die Entdeckung der Fische in einer Mitteilung am Freitag als «kleine Sensation». In den vergangenen Jahren seien im St. Galler Rheintal nur noch wenige Exemplare dieser Fischart nachgewiesen worden.

Die Bestände seien zusammengebrochen und in den meisten Gewässern gänzlich verschwunden, hiess es in der Mitteilung weiter. Zum Erfolg habe nun vermutlich das Revitalisieren des entsprechenden Abschnittes des Baches Simmi geführt.

Ausserdem habe das Amt für Natur, Jagd und Fischerei in den letzten Jahren dreimal Jungnasen im Rheintaler und Werdenberger Binnenkanalsystem ausgesetzt, in der Hoffnung, den Bestand dieser Fischart zu stützen.

Die Nase ist auf der Roten Liste

Bei der Nase handelt es sich um einen weitwandernden "Weissfisch", der in den Mittellandflüssen beheimatet ist. Ihm haben Hindernisse wie Fliessgewässerverbauungen und Wasserkraftwerke so stark zugesetzt, dass die Fischart auf der Roten Liste des Bundes als «vom Aussterben bedroht» geführt wird.

Die in Gams beobachteten Nasen wiesen eine Grösse von rund 40 Zentimeter auf. Sie ziehen zur Fortpflanzung in Schwärmen zu geeigneten Flussabschnitten mit kiesiger Sohle. Anschliessend wandern die Elterntiere, die bis zu zwanzig Jahre alt werden können, wieder in grössere und tiefere Gewässer zurück und lassen die Jungfische im Geburtsgewässer zurück.

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