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Heizpilze bleiben in St.Gallen kalt

Hinsichtlich der drohenden Strommangellage hat die Stadt St.Gallen das Heizen mit sogenannten Heizpilzen auf öffentlichem Raum wieder verboten. In den letzten beiden Wintern galt aufgrund der Coronakrise eine Ausnahmeregelung.

22.09.2022 / 08:08 / von: nvi
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Diesen Winter wird man in der St.Galler Altstadt draussen weniger gedeckte Tische sehen, als noch letztes Jahr. (Bild: Pixabay)

Diesen Winter wird man in der St.Galler Altstadt draussen weniger gedeckte Tische sehen, als noch letztes Jahr. (Bild: Pixabay)

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Die Zeit der kurzen Hosen und warmen Sommerabenden ist definitiv vorbei. Im Restaurant lässt sich das Essen nicht mehr draussen geniessen, da es schneller kalt wird, als einem lieb ist. In den vergangenen zwei Wintern gehörten mobile Heizungen, gerne Heizpilze genannt, zur Standardausrüstung eines jeden Restaurants mit Aussenbereich. Aus bekannten Gründen war damals das Speisen im Innenraum nicht jedem gestattet. Mit diesen wärmenden Geräten konnte trotz frostigen Temperaturen, mehr oder weniger gemütlich, draussen gegessen werden. 

Dieses Bild gehört in der Stadt St.Gallen nun der Vergangenheit an. Es war den Wirtinnen und Wirten aufgrund der Coronakrise nämlich nur ausnahmsweise erlaubt, draussen, auf öffentlichem Grund notabene, Heizpilze aufzustellen. Im Normalfall ist das aufstellen solcher mobilen Heizungen auf öffentlichem Grund konzessionspflichtig. Wie das St.Galler Tagblatt berichtet, enzieht die Stadt nun den Restaurants diese Ausnahmebewilligung.

Angesichts der möglichen Energiekrise ist es nur logisch, dass das öffentliche Freiluftheizen verboten wird, sagt der St.Galler Stadtrat Peter Jans. Laut der österreichischen Energieagentur verbrauchen 50 Heizstrahler in einer Saison rund 74'500 Kilowattstunden Strom. Auf privatem Grund ist das Wärmen mit den Geräten weiterhin erlaubt. 

Für Präsident von Gastro Stadt St.Gallen, René Rechsteiner, ist die Frage nach den Heizpilzen schwierig zu beantworten, schreibt das St.Galler Tagblatt. Seiner Meinung nach, sind Heizpilze das geringste Problem. Die Erhöhung der Strompreise um Rund 30 Prozent würde die Gastronominnen und Gastronomen in der Stadt St.Gallen viel härter Treffen, als das Verbot von Heizpilzen auf öffentlichem Grund. Man werde nicht um Preisaufschläge herumkommen, «Ohne die Kosten weiterzugeben, werden wir nicht überleben», so der Präsident von Gastro Stadt St.Gallen.  

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