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Hohe Erfolgsquote bei öffentlichen Fahndungen nach Fussballchaoten

Die Kantonspolizei St.Gallen droht Fotos von FCZ-Chaoten zu veröffentlichen. Vergangene Fälle zeigen, dass die Erfolgsquote bei Öffentlichkeitsfahndungen sehr hoch ist.

20.08.2019 / 12:20 / von: rme
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Dank Öffentlichkeitsfahndungen können fast immer alle Täter ermittelt werden. (Symbolbild: pixabay.com/422737)

Dank Öffentlichkeitsfahndungen können fast immer alle Täter ermittelt werden. (Symbolbild: pixabay.com/422737)

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Nach einem Angriff von FCZ-Chaoten auf die Kantonspolizei St.Gallen, droht diese nun, Bilder der Chaoten zu veröffentlichen.

Sollte sich niemand melden, werden die Fotos verpixelt online gestellt. Bringt auch diese Massnahme kein Erfolg, werden die Fotos unverpixelt veröffentlicht.

Eine solche Massnahme ist die allerletzte Möglichkeit die Täter zu finden, sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Es ist nicht das erste Mal, dass die Kantonspolizei St.Gallen im Auftrag der Staatsanwaltschaft eine Öffentlichkeitsfahndung durchführt.

Der Erfolg ist sehr gross. «Etwa 80 Prozent der Täter können dadurch ermittelt werden», sagt Florian Schneider im Beitrag von RADIO TOP.

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Genaue Zahlen, wie viele Täter sich bereits nach der Androhung die Fotos zu veröffentlichen, gebe es allerdings nicht. Sobald die Bilder jedoch unverpixelt veröffentlicht werden, kämen auch viele Hinweise von Leuten, welche die Täter auf den Fotos erkennen.

FCZ-Chaoten wurden auch im Kanton Aargau durch eine Öffentlichkeitsfahndung gesucht. Für Mediensprecher Roland Pfister ist klar: «Viele Täter melden sich bereits nach der Drohung bei der Polizei.» Dies weil sie nicht wollen, dass ihr Bild prominent im Internet steht. Werden die Fotos verpixelt ins Internet gestellt, melden sich noch mehr. Denn ein unverpixeltes Bild ist für viele noch schlimmer als ein verpixeltes.

Erfahrungen mit Öffentlichkeitsfahndungen hat auch die Stadtpolizei Zürich gemacht. Auch sie haben damit mehrfach nach Fussballchaoten gefahndet. Ihre Erfolgsquote liegt bei rund zwei Dritteln, sagt Mediensprecher Mario Cortesi. Aber auch er betont, dass die Öffentlichkeitsfahndung das allerletzte Mittel ist.

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