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HSG-Forscher wollen Klima-Schadstoffe aus dem Weltall messen

Ein Forscherteam der Universität St.Gallen will mit Satellitenbilden weltweit alle fossilen Kraftwerke orten und die CO2-Emissionen messen. Mit der Methode könnte auch untersucht werden, ob Nachhaltigkeitsberichte von Industrieunternehmen mit der Realität übereinstimmen.

22.07.2021 / 14:59 / von: sda/asl
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Mit Satellitenbilden will ein Ein Forscherteam der Universität St.Gallen weltweit alle fossilen Kraftwerke orten und die CO2-Emissionen messen. (Symbolbild: Keystone/AP EUROPEAN SPACE AGENCY ESA/P. CARRIL)

Mit Satellitenbilden will ein Ein Forscherteam der Universität St.Gallen weltweit alle fossilen Kraftwerke orten und die CO2-Emissionen messen. (Symbolbild: Keystone/AP EUROPEAN SPACE AGENCY ESA/P. CARRIL)

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Basis für die Forschungsprojekte sind frei verfügbare Satellitendaten der Europäischen Weltraumbehörde ESA. Diese könnten mit künstlicher Intelligenz ausgewertet werden, teilte die Universität St.Gallen am Donnerstag mit. Das Ergebnis zeige, wo und wieviel CO2 ausgestossen werde.

Es sei damit möglich, Kraftwerke zu identifizieren, den Rauch aus ihren Schornsteinen «pixelgenau» zu messen und daraus Emissionen abzuschätzen, heisst es in der Mitteilung. Die Forschenden planen nun, Kraftwerke zuerst in Europa und danach weltweit zu scannen und deren Ausstoss zu quantifizieren. Daraus lasse sich unter anderem ableiten, «wer die Schadstoffe kompensieren muss».

In einem weiteren Schritt wolle man dieses Verfahren auf die Schwerindustrie anwenden und auch hier den CO2-Ausstoss messen, wird Damian Borth, Professor für Artificial Intelligence and Machine Learning an der Universität St.Gallen, zitiert.

Die ausgewerteten Daten könnten dann mit Nachhaltigkeitsberichten verknüpft werden. Damit wäre eine Überprüfung möglich, «ob die Angaben von Emittenten dem real gemessenen CO2-Ausstoss entsprechen». Diese Informationen seien nützlich für Rating-Agenturen, die Unternehmen nach Umweltthemen bewerten und dadurch Investoren ermöglichten, «grün» zu investieren.

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