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Innerrhoder Staatsanwaltschaft erhält dritte Stelle definitiv

In Appenzell Innerrhoden arbeiten neu drei ordentliche Staatsanwälte. Die Standeskommission (Regierung) hat die befristete Stelle von Roland Klinger, der seit März 2019 bei der Staatsanwaltschaft arbeitet, in eine ordentliche Staatsanwalts-Stelle umgewandelt.

17.09.2021 / 16:15 / von: sda/mma
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In Appenzell Innerrhoden - im Bild das Ratshaus in Appenzell - arbeiten neu drei fest angestellte Staatsanwälte. (Archivbild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

In Appenzell Innerrhoden - im Bild das Ratshaus in Appenzell - arbeiten neu drei fest angestellte Staatsanwälte. (Archivbild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

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Der Kanton Appenzell Innerrhoden erhält eine dritte Stelle in der Staatsanwaltschaft. Dies teilte die Ratskanzlei am Freitag mit. Die Anfang 2021 neu gewählte Fachkommission Strafverfolgung sah einen Bedarf für die Umwandlung der befristeten Stelle Klingers in eine definitive Stelle. Dem folgte die Standeskommission.

Klingler hatte seit März 2019 mitgeholfen, die über Jahre angehäuften Pendenzen bei der Staatsanwaltschaft auf ein vertretbares Mass abzubauen, wie es heisst. Grund für den Pendenzenberg waren die gestiegenen Fallzahlen. Die Staatsanwaltschaft war dadurch überlastet.

Im vergangenen Juni verurteilte das Innerrhoder Kantonsgericht den früheren Staatsanwalt Herbert Brogli wegen Begünstigung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von sechs Monaten. Ihm wurde vorgeworfen, die Untersuchung eines tödlichen Unfalls in einem Lehrbetrieb im Jahr 2010 verschleppt zu haben. Der Fall verjährte.

Ex-Staatsanwalt verurteilt

Brogli hatte dies mit Arbeitsüberlastung erklärt. Man habe ihm keine Unterstützung gewährt, um die sich häufenden Fälle abzutragen. Als Folge dieses falls wurde die Staatsanwaltschaft durch eine dritte Stelle verstärkt, und der Kanton schaffte eine Fachkommission Strafverfolgung.

Die Verurteilung Broglis durch das Kantonsgericht ist noch nicht rechtskräftig. Die schriftliche Begründung liegt noch nicht vor, wie bei der Gerichtskanzlei auf Anfrage zu erfahren war. In erster Instanz war Brogli vom Bezirksgericht Appenzell freigesprochen worden. Der Ankläger zog den Fall ans Kantonsgericht weiter.

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