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Kältester Morgen in der Schweiz seit Februar 2018

In der Nacht auf Mittwoch sind die Temperaturen in der Schweiz erstmals in diesem Winter so richtig in den Keller gerasselt. Auf der Glattalp im Muotathal SZ wurden sibirische -36,5 Grad gemessen. Der kälteste Punkt im TOP-Sendegebiet war auf dem Säntis mit -15 Grad.

12.12.2018 / 09:07 / von: sda/eob
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Es war der kälteste und frostigste Morgen seit Februar 2018. (Symbolbild:pixabay/jpeter2)

Es war der kälteste und frostigste Morgen seit Februar 2018. (Symbolbild:pixabay/jpeter2)

Der Kälteeinbruch ist einer klaren und windstillen Nacht sowie Polarluft aus Grönland zu verdanken, wie die Wetterdienste Meteonews und MeteoGroup am Mittwochmorgen mitteilten. Es war der kälteste Morgen in der noch jungen Wintersaison und der frostigste Morgen seit Februar 2018.

Die Glattalp war der einzige Messpunkt mit einer Temperatur von unter -30 Grad. In den höheren Alpentälern gab es aber durchwegs zweistellige Minuswerte. In La Brévine NE, Andermatt UR, Samedan GR, Ulrichen VS und Buffalora/Ofenpass GR lagen die Temperaturen am frühen Morgen unter -20 Grad.

Im TOP-Sendegebiet zeigte das Thermometer auf dem Säntis -15 Grad an. Ebnat-Kappel war mit -7 Grad der kälteste Punkt in den tieferen Lagen.

Die tiefste Temperatur der Flachlandstationen unter 800 Metern über Meer verzeichnete Ilanz GR mit -9,7 Grad. Frostfrei blieb es einzig am Lago Maggiore im Tessin.

Die Kälte soll bis am Sonntag anhalten. Trotzdem wird der Dezember wohl viel zu warm ausfallen. Mit der Aufwärmung ab Sonntag werde das Kalenderjahr 2018 wohl das wärmste seit Messbeginn, schreibt MeteoGroup Schweiz in ihrer Mitteilung.

Auch MeteoSchweiz sieht Anzeichen in diese Richtung. Wie das Bundesamt mitteilte, ist die Rekordwärme von 6,7 Grad des meteorologischen Jahres vom Dezember 2017 bis November bereits gesichert. Das ablaufende Jahr dürfte durchschnittlich 7 Grad warm werden und damit das wärmste seit Messbeginn 1864.

Zusammen mit den bisherigen Rekordjahren 2015 mit 6,6 Grad, 2014 mit 6,5 Grad und 2011 mit 6,6 Grad hebt sich 2018 deutlich ab von allen anderen Jahren.

Während der letzten 30 Jahre zwischen 1988 und 2017 lag die durchschnittliche Schweizer Jahrestemperatur bei 5,7 Grad. In der Zeit davor bedeutete eine Jahrestemperatur von 5,7 Grad etwas ganz Ausserordentliches. In der langen Messperiode von 1864 bis 1988 erreichten selbst die extremsten Jahre diesen Wert nie. Heute ist das früher Unerreichte zum Durchschnitt geworden.