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Kanton St.Gallen äussert Unverständnis über Österreichs Grenzkontrollen

Pendler aus Vorarlberg, die in der Schweiz arbeiten, müssen neu bei ihrer Rückkehr nach Österreich einen negativen Coronatest vorweisen. Die St.Galler Regierung ist irritiert, dass dabei Schweizer Tests nicht anerkannt werden, und will sich für eine Änderung einsetzen.

12.02.2021 / 16:39 / von: mle/sda
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Pendler aus Vorarlberg, die in der Schweiz arbeiten, müssen neu bei ihrer Rückkehr nach Österreich einen negativen Coronatest vorweisen. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Pendler aus Vorarlberg, die in der Schweiz arbeiten, müssen neu bei ihrer Rückkehr nach Österreich einen negativen Coronatest vorweisen. (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

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Das neue Grenzregime Österreichs gilt seit Mittwoch. Betroffen sind bis zu 7'000 Pendler, die aus Vorarlberg zur Arbeit in die Schweiz kommen. Sie müssen sich wöchentlich testen lassen und an der Grenze ein entsprechendes Papier vorweisen. Die Tests sind in Vorarlberg gratis.

Wer sich in der Schweiz testen lässt, muss zusätzlich ein ärztliches Zeugnis vorlegen. Die St.Galler Regierung zeigte sich in einem Communiqué vom Freitag irritiert darüber. Sie habe den Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner in einem Brief ersucht, sich auf bundesstaatlicher Ebene für eine pragmatische Lösung einzusetzen.

Insbesondere sollen an der Grenze auch Schweizer Tests anerkannt werden. Mit dem gleichen Anliegen wandte sich die St.Galler Regierung auch an Bundesrätin Karin Keller-Sutter.

Eine Testpflicht im kleinen Grenzverkehr sowie für Pendlerinnen und Pendler erachtet die St.Galler Regierung «grundsätzlich als kritisch», wie sie schreibt. Regierungsrat Fredy Fässler sagt gegenüber RADIO TOP: «Wir befürchten, dass irgendwann die Situation eintreten könnte, dass die Leute nicht mehr zu uns kommen können um zu arbeiten. Wir sind beispielsweise im Kantonsspital St.Gallen oder im Industriegebiet Rheintal sehr auf die Grenzgänger angewiesen.»

Die Massnahme werde den eng verflochtenen Strukturen der Grenzregion Rheintal nicht gerecht, sei unnötig bürokratisch und nütze aus epidemiologischer Sicht wenig.

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Reno
am 13.02.2021 um 10:58
Vielleicht sollten arbeitslose in der Ch mal beruecksichtigt werden.