Pull down to refresh...
zurück

Kanton St.Gallen unterzieht «Papierröhrli» einem Härtetest

Die EU hat beschlossen gewisse Einwegkunststoffartikel in Zukunft zu verbieten, davon sind auch «Plastikröhrli» betroffen. Weil EU-Bestimmungen auch auf die Schweiz betreffen, hat der Kanton St.Gallen die Alternative zum «Plastikröhrli» getestet.

23.07.2019 / 15:39 / von: mco
Seite drucken Kommentare
0
Die Papierröhrli werden im Labor auf Herz und Nieren getestet. (Bild: RADIO TOP/Ruetsch Menzi)

Die Papierröhrli werden im Labor auf Herz und Nieren getestet. (Bild: RADIO TOP/Ruetsch Menzi)

Geben die Röhrchen unerwünschte Substanzen an das Getränk ab? (Bild: RADIO TOP/Ruetsch Menzi)

Geben die Röhrchen unerwünschte Substanzen an das Getränk ab? (Bild: RADIO TOP/Ruetsch Menzi)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Ab dem 3. Juli 2021 sind Plastiktrinkhalme in der EU verboten. Das Verbot wird wohl auch den Schweizer Markt beeinflussen. Deshalb hat der Kanton St.Gallen bereits vorab die Alternative, Trinkhalme aus Papier, getestet, heisst es in einem Informationsschreiben des Kantons. 

Für den Test hat das Kantonale Labor St.Gallen zwölf verschiedene Trinkhalme aus Papier, die bei Supermärkten, Warenhäuser, Einzelhandelketten und Onlineshops verkauft werden, untersucht. 

1. Test: Die sensorische Prüfung 

Zuerst werden die Trinkhalme auf ihren Geschmack getestet. Dazu werden sie im Wasser aufgelöst. Das Wasser mit dem aufgelösten Trinkhalm kommt in eines von drei Gläsern. Mehrere Personen trinken nachher von den drei Gläsern einen kleinen Schluck und müssen beurteilen, ob das Wasser aus den drei Gläsern gleich schmeckt, oder ob sich eines im Geschmack unterscheidet. 

Beim Test sind fünfzig Prozent durchgefallen, weil sie zu stark nach Karton, Papier oder anderem geschmeckt haben. 

2. Test: Prüfung der Papierqualität

Im Labor werden die Röhrchen verschnitten und in einer Flüssigkeit aufgelöst. Die Lösung wird dann auf verschiedene Substanzen untersucht. So wurde zum Beispiel getestet, ob in den Röhrchen Rückstände von Mineralöl vorhanden sind. Auch bei diesem Test ist die Hälfte der Röhrchen durchgefallen.

3. Test: Abgabe von Stoffen an das Getränk

Zum Schluss wurde überprüft, ob das Röhrchen, wenn es lange in einem Getränk steht, Stoffe an das Getränk abgibt, welche nicht erwünscht sind. Bei diesem Test sind zwei Röhrchenmodelle durchgefallen. Die Hersteller müssen jetzt nachbessern. 

Trotz der hohen Durchfallrate beim Test, muss keines der Papierröhrchen aus dem Verkehr gezogen werden. Die durchgefallen Röhrchen befinden sich mit ihren Werten noch im Toleranzbereich. Denn die Röhrchen wurden unter einem Worst-Case-Scenario getestet. Im Alltag ist das Röhrchen in der Regel nicht solchen Bedingungen ausgesetzt.

Der ganze Beitrag von RADIO TOP zum Nachhören gibt es hier: 

audio

TELE TOP war vor Ort. Der Beitrag zum Ansehen gibt es hier:

video

Beitrag erfassen

Keine Kommentare