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Klimaneutrales Openair St.Gallen?

Zum ersten Mal in der Geschichte des Openair St.Gallen, war dieses klimaneutral. Diese Neutralität wurde aber von vielen Besuchern angezweifelt.

02.07.2019 / 18:09 / von: rme
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Trotz der grossen Abfallberge war ein grosser teil des Inhalts umweltfreundlich. (Bild: RADIO TOP/Marija Lepir)

Trotz der grossen Abfallberge war ein grosser teil des Inhalts umweltfreundlich. (Bild: RADIO TOP/Marija Lepir)

92 Prozent der Zelte wurden von den Besuchern wieder mit genommen. (Bild: RADIO TOP/Marija Lepir)

92 Prozent der Zelte wurden von den Besuchern wieder mit genommen. (Bild: RADIO TOP/Marija Lepir)

Die Zeltplätze vom Openair St.Gallen sind bereits aufgeräumt. (Bild: RADIO TOP/Ruetsch Menzi)

Die Zeltplätze vom Openair St.Gallen sind bereits aufgeräumt. (Bild: RADIO TOP/Ruetsch Menzi)

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Das Openair St.Gallen war in diesem Jahr das erste Mal klimaneutral. Für viel Besucher ging diese Rechnung allerdings nicht auf. Ihrer Meinung nach waren die Abfallberge in etwa gleich gross wie in den letzten Jahren.

Die Verantwortlichen relativieren die Ansicht der Besucher. Denn ein grosser Teil des Abfalls sei umweltfreundlich. «Wir hatten in diesem Jahr zum ersten Mal keine Plastik-Trinkhalme mehr und das Einweg-Geschirr war in den meisten Fällen aus Papierfasern», sagt Nora Fuchs von der Festivalleitung im Beitrag von RADIO TOP:

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Daneben werde nur Fleisch aus der Schweiz angeboten und das Festival nur mit Ökostrombetrieben. Das gute und heisse Wetter habe zudem dazu beigetragen, dass 92 Prozent aller Zelte von den Besuchern wieder mit nachhause genommen wurden.

Trotzdem gebe es noch viel Verbesserungspotential, auch bei den Besuchern, sagt Finanzchef Cyrill Stadler. Ein Problem sei, dass der Detailhandel Festivalpakete anbiete, welche preislich sehr günstig seien. Zum Beispiel: ein Zelt und zwei Schlafsäcke für knapp 30 Franken.

«Bei solchen Angeboten ist es schwierig, dass die Besucher ihre Zelte wieder mitnehmen.» Vor allem wenn es wieder einmal ein «Schlammgallen» geben sollte, so Stadler weiter. Deshalb wollen sie die Besucher in den nächsten Jahren noch besser informieren, wie sie zum Umweltschutz beitragen können.

Beispielsweise mit Empfehlungen zu geeigneten Zelten, die mehr als nur einmal gebraucht werden können. Obwohl die Organisatoren viel für die Umwelt unternehmen, können sie nicht alles beeinflussen.

So zum Beispiel die Anreise der Künstler und die Auf- und Abbauarbeiten schädigen das Klima. Damit das Openair trotzdem klimaneutral sein kann, bezahlen die Organisatoren Geld an eine Klimaschutzorganisation. Mit diesem Geld werden dann zu Beispiel Bäume gepflanzt.

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