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Klimaproteste im Zürcher Feierabendverkehr und der St.Galler Altstadt

In Zürich haben Klimaaktivisten gegen den motorisierten Individualverkehr protestiert. In St.Gallen demonstrierten hunderte Aktivisten lautstark. Weltweit nahmen Hunderttausende an Protestaktionen teil.

20.09.2019 / 19:18 / von: sda/mma/pwa
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Die Klimaaktivisten reihten sich in den Verkehr ein. (Bild: climatestrike.ch)

Die Klimaaktivisten reihten sich in den Verkehr ein. (Bild: climatestrike.ch)

In St.Gallen fanden bereits mehrere Klimademonstrationen statt. (Bild: RADIO TOP Archiv/Elena Oberholzer)

In St.Gallen fanden bereits mehrere Klimademonstrationen statt. (Bild: RADIO TOP Archiv/Elena Oberholzer)

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Mit Alarmsirene und weissen Schutzanzügen haben rund 500 Schülerinnen und Schüler am Freitag in St.Gallen für den Klimaschutz demonstriert. Mit Transparenten zogen sie lautstark vom Multertor zum Hauptbahnhof. Als Besammlungsort wählten die Demonstrierenden bewusst den Platz vor der UBS-Filiale am Multertor. In mehreren Ansprachen kritisierten Schülerinnen und Schüler die untätigen Politiker, aber auch die Finanzindustrie und die Grosskonzerne mit ihren rücksichtslosen Geschäftspraktiken.

Danach setzte sich der friedliche Demonstrationszug mit Transparenten und lautstarken Parolen von der Altstadt in Richtung Bahnhofplatz in Bewegung. Zahlreiche Erwachsene und ältere Personen solidarisierten sich mit den jungen Klimastreikenden und schlossen sich der Demonstration an.

Auch in Zürich haben Klimaaktivisten mit einer Aktion für Aufsehen gesorgt. Sie haben sich mit tragbaren Holzgerüsten in der Grösse eines Autos in den Feierabendverkehr eingefädelt. Den Autofahrern wurden Flyer und Guezli verteilt. Mit der Aktion wollten die Klimaaktivsten darauf aufmerksam machen, wie ineffizient und klimaschädlich der motorisierte Individualverkehr sei.

Auch auf der ganzen Welt fanden am Freitag grosse Demonstrationen statt. Einem Aufruf der Jugendbewegung Fridays for Future zum globalen Streik folgten allein in Australien rund 300'000 Menschen. Der Zulauf in Deutschland war gross: In Berlin gingen nach Angaben der Aktivisten etwa 270'0000 Menschen auf die Strasse, die Polizei ging von 100'000 aus. Fridays for Future erklärte, 1,4 Millionen Menschen hätten in Deutschland demonstriert.

In Paris gingen einem Bericht des Nachrichtensenders Franceinfo zufolge rund 10'000 Menschen auf die Strasse, in der belgischen Hauptstadt Brüssel waren es nach Angaben der Polizei etwa 15'000. In London waren es nach Angaben der Veranstalter sogar 100'000 - Schätzungen der Polizei lagen zunächst nicht vor. Auch unter anderem im südafrikanischen Johannesburg, dem indischen Delhi und in Athen gab es Demonstrationen. 

Für die internationale Streikwoche, die nun begonnen hat, hatten Aktivisten Proteste in mehr als 2900 Städten in über 160 Staaten angekündigt. Fridays for Future appellierte erstmals auch an alle Erwachsenen, sich anzuschliessen.

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