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KSSG verweigert Risikopatient Impfung – gesunde Begleitperson erhält Dosis

Das Kantonsspital St.Gallen zieht mit seiner Verteilung des Corona-Impfstoffs Kritik auf sich. Statt eines Risikopatienten wurde in mindestens einem Fall eine gesunde Begleitperson geimpft.

19.02.2021 / 08:13 / von: mma
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Einem Nichtrisikopatient wurde die Dosis angeboten. (Symbolbild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

Einem Nichtrisikopatient wurde die Dosis angeboten. (Symbolbild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX)

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Das St.Galler Kantonsspital erntet bei der Verteilung des Corona-Impfstoff Kritik. Die Frau eines 55-jährigen Risikopatienten – ihr Mann leidet an Diabetes und ist Träger zweier Stents für die Herzgefässe – beschwert sich über die Impfverteilung.

Wie das «St.Galler Tagblatt» berichtet, sei der 55-Jährige bei seinem Hausarzt für die Impfung angemeldet. Jedoch hat der Arzt momentan keinen Zugang zum Impfstoff. Dieser sei momentan den über 75-Jährigen und Altersheim-Bewohnern vorbehalten.

Daraufhin erhoffte sich der Mann eine Impfung im Ambulatorium des Kantonsspitals, wo er regelmässig Termine hat. Die Impfung wurde ihm jedoch verweigert. Die Begründung: Nur Risikopatienten ohne Hausarzt würden dort geimpft. Das Ambulatorium hat sich vergewissert, dass der Mann auf der Warteliste des Hausarztes ist.

Was bei der Familie für besondere Empörung sorgt, ist die Impfung einer gleichaltrigen, gesunden Person, die nicht einmal im Kanton St.Gallen wohnt. Die Person hat ihre betagten Eltern zur Impfung begleitet. Da eine Dosis übrig war, wurde sie ihr angeboten.

Das KSSG verteidigt sich: Es sei unmöglich, einzelne Risiko-Patienten kurzfristig aufzubieten, wenn Impfdosen übrig bleiben. Daher werden diese im Einzelfall gesunden Begleitpersonen oder Spital-Personal ohne Patienten-Kontakt angeboten.

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Sandra
am 21.02.2021 um 09:07
Muss nicht für empörung sorgen. Wenn die impfdosen geöffnet sind muss dieser innert 6h verabreicht werden. Wie das KSSG schreibt entweder man gibt es einer Begleitperson oder spitalmitarbeiter oder man entzorgt die impfdosis. Zuerst bitte richtig recherchieren und nachfragen bevor man an die öffentlichkeit geht. Auch das kssg hat seine vorschriften