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«Lawinen sind unberechenbar»

Die Lawine, die auf der Schwägalp Teile des Hotels «Säntis» verwüstet und mindestens drei Personen verletzt hat, hat sich zu einem eher ungewöhnlichen Zeitpunkt gelöst, sagt ein Experte. Doch Lawinen seien unberechenbar.

11.01.2019 / 05:08 / von: tvo
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Die Lawine hat auch mehrere Autos verschüttet. (Bild: Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden)

Die Lawine hat auch mehrere Autos verschüttet. (Bild: Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden)

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Die Lawine auf der Schwägalp, durch deren Abgang am Donnerstagabend drei Personen verletzt worden sind, war eher aussergewöhnlich. Es war die einzige Lawine dieser Grösse, die am Donnerstag in der ganzen Schweiz verzeichnet worden ist, sagt Lawinenwarner Kurt Winkler vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos. In der Säntisregion hat es in den letzten Tagen viel Neuschnee gegeben, sagt der Experte: «Wir hatten in drei Tagen ca. einen Meter Neuschnee – das ist sicher ein grosser Wert, aber auch nicht völlig aussergewöhnlich.» Dass so eine grosse Lawine ausgelöst wird, die auch ein Gebäude trifft, sei deshalb ein spezielles Ereignis.

Dass es zum Unglück gekommen ist, habe auch mit der Temperatur zu tun, sagt Winkler. Denn wegen der tiefen Temperaturen sei es eine trockene Lawine gewesen. So sei eine Staublawine entstanden, welche weiter vordringt als eine nasse Lawine.

Dass das Hotel, das sich schon lange am selben Ort befindet, getroffen worden ist, beurteilt auch Winkler als sehr aussergewöhnlich. Gebäude stehen meist an Orten, an denen keine grosse Lawinengefahr besteht. «Das ist sicher selten, kommt aber immer wieder mal vor.»

Kurt Winkler erklärt im Gespräch mit RADIO TOP, welche Lawinengefahr in den nächsten Tagen erwartet wird: 

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