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Lohndumping in Baufirmen - Kanton St.Gallen gefordert

In einer Recherche des «St.Galler Tagblatts» sind Fälle von Lohndumping in einem Konstrukt mit Scheinfirmen aus der Baubranche aufgedeckt worden. In einem Vorstoss aus dem Kantonsrat wird nach der Wirksamkeit der Kontrollen des Arbeitsinspektorats gefragt.

 

03.12.2019 / 12:51 / von: sda/mma
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Gewisse Personen arbeiteten während sechs Tagen die Woche, zwölf Stunden pro Tag - für einen Lohn von 1900 Franken. (Symbolbild: Pixabay.com/Michael Gaida)

Gewisse Personen arbeiteten während sechs Tagen die Woche, zwölf Stunden pro Tag - für einen Lohn von 1900 Franken. (Symbolbild: Pixabay.com/Michael Gaida)

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Im Artikel mit dem Titel «Lohndumping, Scheinfirmen, Schmiergelder» werde das Gebahren einer Baufirma beschrieben, heisst es im Vorstoss von SP-Kantonsrätin Bettina Surber, den sie in der Novembersession eingereicht hat.

Gelder, Aufträge und Probleme würden herumgeschoben und wenn Konflikte auftauchten, wanderten die Firmen weiter, wechselten die Namen oder gingen Konkurs. Den Fall publik gemacht habe die Gewerkschaft Unia St.Gallen/Appenzell.

Prekäre Arbeitsbedingungen

Im Artikel seien unter anderem die prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen von rumänischen Arbeitern geschildert worden. Die Truppe arbeite während sechs Tagen die Woche, zwölf Stunden pro Tag - für einen Lohn von 1900 Franken. In St.Gallen hätten die Arbeiter «in einem ausgehöhlten leerstehenden Gebäudeskelett in einem Massenschlag» übernachtet.

Für die Kantonsrätin stellen sich verschiedene Fragen an die Kontrollbehörden. Unter anderem: «Gibt es Untersuchungen gegen das Unternehmen oder gegen Einzelpersonen im Zusammenhang mit dem Geschäftsgebahren der Firma?»

Weiter soll die Regierung aufzeigen, mit welchen Massnahmen das Arbeitsinspektorat solche prekären Arbeits- und Lebensbedingungen zu verhindern versuche. Weiter wird gefragt, ob das Konkursamt Hinweise auf strafbares Verhalten an die Strafverfolgungsbehörden weitergebe.

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